Türke flog später vom Platz

Augustinsson zu Kabaks Spuck-Attacke : "Hat nichts mit Fußball zu tun"

Kabak sah in der Schlussphase Gelb-Rot. Foto: Imago
Kabak sah in der Schlussphase Gelb-Rot. Foto: Imago

Das 1:3 des FC Schalke 04 gegen Werder Bremen am Samstagabend könnte das Schicksal von David Wagner als Cheftrainer der Königsblauen besiegelt haben. Die Partie hielt aber auch in sich Aufreger bereit. Unter anderem sorgte eine hässliche Szene von Ozan Kabak für Gesprächsstoff.

In der 26. Minute hatte der Verteidiger Ludwig Augustinsson an der Seitenlinie mit hartem Einsatz zu Fall gebracht. Während sich der Schwede am Boden wand, spuckte der Türke in seine Richtung. Vom Schiedsrichtergespann unbemerkt und vom Videobeweis unbestraft ging die Partie weiter. Auch der Werder-Verteidiger bekam die Szene erst nach dem Spiel mit. "Oh, das habe ich nicht gemerkt", reagierte er beim TV-Sender Sky live auf die erste Sicht der Bilder. "Das ist nicht schön, das hat nichts mit Fußball zu tun."

Karma meldete sich in der 2. Halbzeit

Mit Fair Play schon gar nicht, wie nicht nur Augustinsson feststellen musste. "Aber was soll man dazu sagen? Er hat heute eine Rote Karte gesehen, und wir haben gewonnen", wusste der Linksverteidiger das bessere Ende für sich. Nicht nur, weil Werder das Spiel für sich entschied. Sondern auch, weil sich bei Kabak in der zweiten Halbzeit wohl das Karma meldete. Er verschuldete erst einen Foulelfmeter, der das zarte Aufbäumen von Schalke jäh beendete. In der Schlussphase dann, das Spiel war längst entschieden, hielt er Davie Selke taktisch auf und sah folgerichtig Gelb-Rot. Ob es nach der Spuck-Attacke bei einem Spiel Sperre bleibt, scheint mehr als fraglich.

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Lars Pollmann  
26.09.2020