Top-Start unter Galtier

"Aufpassen, Europa!": Henry gerät bei PSG ins Schwärmen

PSG rollt wie eine Dampfwalze über die Ligue 1 hinweg. Foto: Getty Images
PSG rollt wie eine Dampfwalze über die Ligue 1 hinweg. Foto: Getty Images

Paris Saint-Germain pflügt dieser Tage wie eine Dampfwalze über die überforderte Konkurrenz in der Ligue 1 hinweg. Parallelen zum FC Bayern sind durchaus vorhanden: Beide Teams haben bei drei Siegen den Gegnern nicht den Hauch einer Chance gelassen und die aberwitzige Tordifferenz von +14 erspielt. Mit OGC Nizza hat PSG am Sonntag dabei einen vermeintlichen Top-Gegner in Frankreich auswärts mit 7:1 lächerlich gemacht.

Trotz so mancher Querelen neben dem Platz und angeblichen Streitigkeiten zwischen den vielen Alphatieren im Kader: Sportlich läuft es unter Neu-Trainer Christophe Galtier blendend. Der 55-Jährige ist außerhalb Frankreichs nicht sonderlich bekannt, gilt aber als absoluter Trainerfuchs. Mit ihm soll endlich auch der große Wurf in der Champions League gelingen, für den die Eigentürmer von PSG zwischenzeitlich Milliarden investiert haben. Geht es nach Thierry Henry, könnte am Saisonende der erhoffte Triumph herausspringen.

Verhalten ohne Ball vielsagend

Die Frankreich-Ikone fußt die Einschätzung kurioserweise nicht auf dem Offensivspektakel, dass PSG in Nizza gezeigt hat. "Was mich interessiert ist zu sehen, was Kylian Mbappe, Lionel Messi und Neymar machen, wenn sie nicht den Ball haben. Und siehe da, egal ob beim Stand von 5:1, 6:1 oder 7:1, sie sind immer mit nach hinten gekommen um zu verteidigen", lobt Henry als Experte beim Streamingdienst Amazon Prime Video. "Wenn sie das so beibehalten, sage ich: Aufpassen, Frankreich!, und auch Aufpassen, Europa!"

Henry würde am liebsten mitspielen

Trotz der horrenden Investitionen in den vergangenen Jahren ist der Scheichklub in der Champions League bisher stets gescheitert. Nur 2020 reichte es unter Thomas Tuchel fürs Finale, das knapp gegen den FC Bayern verloren ging. In vier der letzten sechs Saisons war sogar schon im Achtelfinale Schluss. Unter Galtier soll sich das nun aus Sicht von Henry ändern. Der frühere Torjäger der Equipe Tricolore gerät bei Paris Saint-Germain aktuell mehr als nur ins Schwärmen: "Sie haben in mir den Wunsch ausgelöst, selbst auf dem Platz zu stehen", so der 45-Jährige.

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Lars Pollmann  
23.08.2022