Mainz-Chef will nicht als Sündenbock herhalten

"Auf richtigem Weg": Heidel verteidigt Wirken auf Schalke

Heidel sieht sich nicht in der Verantwortung für den Absturz von Schalke. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images
Heidel sieht sich nicht in der Verantwortung für den Absturz von Schalke. Foto: Alex Grimm/Bongarts/Getty Images

Christian Heidel kehrt am Freitagabend mit dem FSV Mainz 05 zurück an eine alte Wirkungsstätte. Im Abstiegskracher geht es für den Tabellen-17. zum Schlusslicht FC Schalke 04. Dort gilt die knapp dreijährige Amtszeit des Sportvorstands als ein Quell des heutigen Übels. Diesen Schuh zieht sich der 57-Jährige aber nicht an.

"In 2018 waren wir Vizemeister mit acht Punkten Vorsprung. Wir haben Champions League gespielt, den höchsten Umsatz und den höchsten Gewinn aller Zeiten gemacht. Ganz Schalke hat gefeiert. Wir waren auf dem richtigen Weg", so der Mainz-Chef gegenüber Sport Bild. Den anhaltenden Absturz der Königsblauen will er sich also nicht ans Revers heften. Beobachter machen Heidel dabei immer wieder für eine verheerende Personalpolitik verantwortlich, die unter anderem eine ungesunde Gehaltsstruktur hinterlassen habe. 

"Da kam keine Kritik, alles war prima"

Dass nicht jeder Transfer gesessen habe, räumt auch Heidel ein. Doch sei die Arbeit seiner Nachfolger für die aktuelle Situation doch eher verantwortlich. "Nach mir wurden viele Spieler gekauft, Trainer gewechselt und Strukturen verändert." Selbst nach seinem Abschied habe es auf Schalke aber noch einige Zeit gut ausgesehen, das Team sei zehn Monate später etwa auf Platz drei in der Bundesliga gewesen, erinnert Heidel. "Da kam keine Kritik, alles war prima. Dann erst begann die Talfahrt." Als Sündenbock herhalten will er deshalb nicht. Eine Teilschuld am Niedergang des FC Schalke 04 kann aber kein Verantwortlicher der letzten Jahre von sich weisen.

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Lars Pollmann  
03.03.2021

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