Knallharte Forderung

Aue-Boss: "Brauchen bis Ende Dezember einen Fußball-Lockdown"

Leonhardt macht sich für einen Lockdown im Fußball stark.
Leonhardt macht sich für einen Lockdown im Fußball stark. Foto: Robert Michael/Pool via Getty Images

Die Corona-Zahlen in Deutschland steigen weiter an, wobei es landesweit wieder zu Einschränkungen kommt. Wie sich dies genau auf die 1. und 2. Bundesliga auswirkt, werden vor allem die kommenden Wochen zeigen. Geht es nach Helge Leonhardt, dem Präsidenten von Zweitligist Erzgebirge Aue, sollte während dieser Zeit gar nicht Fußball gespielt werden.

Kommt es zu einem Lockdown im Fußball? Zumindest würde Helge Leonhardt diese Maßnahme begrüßen. Gegenüber der Bild-Zeitung sagte der Präsident von Erzgebirge Aue: "Wir brauchen bis Ende Dezember einen Fußball-Lockdown. Die nächsten vier Wochen werden extrem schwierig für unser Land und stellen uns vor eine Zerreißprobe." Für den 63-jährigen Unternehmer ist wichtig, dass streng durchgegriffen wird.

"Fußball sollte seiner Vorbildrolle gerecht werden"

"Kluges und geordnetes Handeln" wird laut Leonhardt gefragt sein, "ohne chaotische Aktionen". Der Auer Klub-Boss betonte: "Die Eigenverantwortung ist elementar wichtig, denn die Corona-Situation in einzelnen Bundesländern wird immer dramatischer, in einigen Regionen wird schon über Triage in den Kliniken nachgedacht. In so einer angespannten Lage sollte der Fußball seiner Vorbildrolle gerecht werden und den Spielbetrieb aus Gründen der Vernunft, Solidarität und Vorbildwirkung sofort ruhen lassen." Dabei appellierte er an an die DFL und die Ministerpräsidenten der Länder.

Keine Fans mehr bei RB Leipzig, Aue und den anderen Sachsen-Klubs

Leonhardts konkreter Vorschlag: "Bis Ende Dezember ruht der Ball, trainiert werden darf unter der 3G-Regel trotzdem. Ab Januar sollte dann der Spielbetrieb fortgesetzt werden, die Partien werden dann in mehreren englischen Wochen nachgeholt. Aber nicht vor leeren Rängen, sondern einheitlich wieder mit Fans." In Sachsen dürfen laut den neusten Regelungen gar keine Fans mehr in die Stadien strömen. Das betrifft in der 1. und 2 Bundesliga sowie der 3. Liga RB Leipzig, Erzgebirge Aue, Dynamo Dresden und den FSV Zwickau.

Profile picture for user Adrian Kuehnel
Adrian Kuehnel  
24.11.2021