Keine Ruhe in Mainz

Nach Trainerentlassung auch Schröder in der Kritik: "Kann das Ruder rumreißen"

Der Mainzer Vorstand Sport Rouven Schröder steht nach der Trainerentlassung nun selbst in der Kritik.
Der Mainzer Vorstand Sport Rouven Schröder steht nach der Trainerentlassung nun selbst in der Kritik. (Foto: RONNY HARTMANN/AFP via Getty Images)

Aufgrund der negativen Ergebnisse und der Querelen in der vergangenen Woche hatte Mainz-Sportvorstand Rouven Schröder seinen bisherigen Trainer Achim Beierlorzer beurlaubt. Nun muss der Sportboss selbst um seinen Job bangen.

Wer denkt, mit der Entlassung von Beierlorzer und der Vorstellung des neuen Coaches Jan-Moritz Lichte kehrt beim 1. FSV Mainz 05 wieder Ruhe ein, der hat sich getäuscht. Denn nun steht Sportvorstand Schröder selbst in der Schusslinie.  "Zur Kritik an meiner Person: Wenn ich sagen würde, ich kriege das nicht mit, wäre das ein schlechter Scherz. Aber ich werde nicht aufgeben, ich werde mich für den Verein einsetzen. Ich bin ein Kämpfer, und den Fokus werde ich nicht verlieren", sprach Schröder gegenüber der Bild.

Schröder denkt nicht an Rücktritt oder Rauswurf

Der 44-Jährige, der seit April 2016 beim 1. FSV Mainz 05 erst als Sportdirektor, nun als Vorstand Sport tätig ist, beschäftigte unter seiner Obhut bislang vier Cheftrainer. Martin Schmidt und Sandro Schwarz blieben je etwas mehr als zwei Jahre im Amt und bevor Achim Beierlorzer verpflichte worden war, diente Lichte als Interimstrainer, der auch jetzt das Geschehen wieder leiten wird. Es gab im Fußball schon Sportbosse, die mehr Trainer verschlissen haben, dennoch wird nun auch Schröder bei den Mainzern in Frage gestellt. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass ich das Ruder rumreißen kann", denkt er nicht an einen Rücktritt und stellt sich einem drohenden Rauswurf.

Profile picture for user Tom Jacob
Tom Jacob  
29.09.2020