CAS hob Europapokal-Sperre auf

Auch Klopps Liverpool: England-Klubs protestierten gegen City-Begnadigung

Auch Jürgen Klopps (m.) Liverpool wollte eine Begnadigung von Guardiolas Manchester City verhindern. Foto: Getty Images

Die Begnadigung von Manchester City und die Aufhebung der Europapokalsperre durch den internationalen Sportgerichtshof (CAS) sorgte für Furore. Nun wurde bekannt, dass neun Klubs aus der Premier League einst dagegen protestierten. Darunter auch der englische Meister FC Liverpool.

Manchester City darf in der kommenden Saison wieder in der Champions League antreten. Der internationale Sportgerichtshof (CAS) milderte das ursprüngliche Urteil der UEFA gegen die Engländer aufgrund von Verstößen gegen das Financial Fairplay, reduzierte die Geldstrafe und hob die Europapokalsperre auf. Die veröffentlichten Gerichtsunterlagen bestätigten nun die Recherchen von Sportsmail im Vorfeld: Neun Vereine aus der Premier League protestierten im März in einem Brief an den CAS gegen eine Begnadigung.

Einige Klubs haben wohl auf die Königsklasse spekuliert

Demnach haben der FC Arsenal, FC Burnley, FC Chelsea, Leicester City, Manchester United, Newcastle United, Tottenham, die Wolverhampton Wanderer und eben der von Jürgen Klopp trainierte FC Liverpool den internationalen Gerichtshof darum gebeten, die Strafe gegen die Citizens aufrecht zu erhalten. Das Ersuchen war dabei wohl auch zum Teil nicht ganz uneigennützig. Bei einer Aufrechterhaltung der Sperre hätten die Zweitplatzierten aus Manchester einen Platz in der Königsklasse freigegeben. Der Tabellenfünfte der Premier League wäre folglich für die Champions League qualifiziert gewesen. Durch die Entscheidung des CAS allerdings wird City dort nun selbst antreten dürfen.

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Benjamin Heinrich  
28.07.2020