Sportdirektor verrät

Auch Juve wollte Napoli-Sensation Kvaratskhelia

Kvaratskhelia verzaubert ganz Neapel. Foto: Getty Images
Kvaratskhelia verzaubert ganz Neapel. Foto: Getty Images

Für eine endgültige Einschätzung, welche Transfers des Sommers die entsprechenden Klubs weitergebracht haben, ist es eigentlich noch zu früh. In manchen Fällen reichen aber wenige Partien, um dieses Urteil zu fällen. So etwa im Fall von Khvicha Kvaratskhelia bei der SSC Neapel.

Der Georgier hat die Herzen bei den Süditalienern im wahrsten Sinne des Wortes im Sturm erobert, war etwa in sechs Pflichtspielen an sechs Toren beteiligt. Längst macht der Wirbelwind über die Landesgrenzen hinaus von sich reden. Spätestens seit dem 4:1 von Napoli gegen den FC Liverpool unter der Woche zum Auftakt in die Champions-League-Gruppenphase ist der so schwer auszusprechende Name Kvaratskhelia in aller Munde. Der Clou für Neapel: Die Verpflichtung kostete geradezu läppische 10 Millionen Euro, die an den georgischen Klub Dinamo Batumi geflossen sind.

"Wir sind mit einem Vertrag nach Georgien geeilt"

Dorthin war Kvaratskhelia nach dem russischen Angriff auf die Ukraine gewechselt, bei Napoli sorgte es für ein Aufhorchen. "Wir sind mit einem Vertrag nach Georgien geeilt", berichtet Cristiano Giuntoli gegenüber dem Corriere dello Sport. Der Sportdirektor des Serie-A-Klubs betont, dass schon 2020 großes Interesse an Kvaratskhelia bestand, seinerzeit aber seitens Rubin Kazan über 30 Millionen Euro Ablöse aufgerufen worden seien. 

"Wir waren einfach schneller"

Nun also ging der Deal für ein Drittel dieser Summe über die Bühne. "Wir waren einfach schneller als Juventus, die AS Rom und Real Sociedad, weil wir ihn nie aus unseren Augen gelassen haben", so Giuntoli. Schon jetzt ist die Hoffnung groß, Kvaratskhelia könne Neapel zum ersten Meistertitel seit der Ära von Diego Maradona führen. Dass Juve und die Roma den Nationalspieler auch bestens hätten gebrauchen können, offenbart sich bei jedem Spiel der beiden Spitzenmannschaften, die bislang für offensive Magerkost sorgen.

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Lars Pollmann  
09.09.2022