Die Gründe für die Trennung

Assistenzcoach Löw erklärt Tuchel-Aus bei PSG

Zsolt Löw (l.) zählte zum Trainerteam von PSG.
Zsolt Löw (l.) zählte zum Trainerteam von PSG. Foto: Imago

Kurz vor Weihnachten erhielt Thomas Tuchel die Info, nicht mehr Trainer von Paris Saint-Germain zu sein. Nun berichtet Tuchels Assistent Zsolt Löw detailliert über das Ende des Trainerteams bei PSG.

"Wir waren überrascht, als Sportdirektor Leonardo am 23. Dezember nach dem verdienten 4:0-Sieg gegen Straßburg zu uns sagte, dass er in Zukunft nicht mehr auf Thomas zähle. Und das, nachdem wir trotz großer Schwierigkeiten etwas Historisches mit PSG erreicht hatten, die Mannschaft erneut ins Achtelfinale der Champions League geführt haben und in der Meisterschaft voll im Soll liegen", kommentierte Löw gegenüber der ungarischen Zeitung Nemzeti Sport. So sei die Entscheidung zu diesem Zeitpunkt unverständlich gewesen, fast wie ein "Schock".

Konfliktthema Transfers

Andererseits: Zu lange habe schon Disharmonie zwischen Trainerteam und Funktionären, insbesondere Sportchef Leonardo, vorgeherrscht. "Langfristig", so Löw, hätte die Zusammenarbeit ohnehin nicht mehr funktioniert. Löw nannte vor alleim einen wichtigen Streitpunkt: Die Kaderplanung im Sommer 2020. „Die Transferperiode hat sich nicht so gestaltet, wie wir uns das vorgestellt hatten. Die Abgänge konnten nicht ersetzt werden. Das hat zu Spannungen zwischen Funktionären aus der Klubführung und dem Trainerteam geführt." Mit der Zeit habe sich dieser Konflikt ausgedehnt und für gespannte Stimmung gesorgt. Insofern schlussfolgerte Löw, sei die Trennung zum jetzigen Zeitpunkt dann doch sinnvoll, denn so blieben noch überwiegend viele schöne Erinnerungen für das nun entlassene Trainerteam an PSG erhalten.

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Daniel Michel  
03.01.2021