Schalke, Stuttgart und Hamburg im Check

Aogo als TV-Experte: So stehen die Chancen seiner Ex-Klubs S04, VfB und HSV

Ab sofort zählt Dennis Aogo zum Experten-Team von Sky, wo er die Dinge aus Sicht der Spieler bewerten will.
Ab sofort zählt Dennis Aogo zum Experten-Team von Sky, wo er die Dinge aus Sicht der Spieler bewerten will. (Foto: imago)

Ex-Nationalspieler Dennis Aogo hat einige Klubs in seiner Vita stehen, hat dabei aber nie die Bundesliga verlassen. Nun ist er neuer TV-Experte bei Sky und schätzte gleichmal zu Beginn die Chancen seiner ehemaligen Vereine FC Schalke 04, VfB Stuttgart und Hamburger SV ein.

Vorab: In diesem Sommer hängte Aogo seine Fußballschuhe an den Nagel. "Die letzten zwei, drei Wochen ist viel passiert", fasste der 33-Jährige in einem Pressegespräch, wo auch fussball.news zugeschaltet war, zusammen. Die Geburt seines Sohnes beschrieb er als einen "besonderen Moment". Für die kommende Spielzeit macht sich Aogo nun zur Aufgabe, beim Pay-TV-Sender Sky als Experte zu fungieren. "Ich freue mich auf die neue Zusammenarbeit", sagte der ehemalige Mittelfeldspieler gespannt. "Ich habe den direkten Blickwinkel eines Spielers, was ich versuchen will, das den Zuschauern rüberzubringen."

Zu Schalke: "Tiefer kann man nicht mehr fallen"

Von 2013 bis 2017 spielte Aogo für den FC Schalke 04. Nach der miserablen Vorsaison der Königsblauen kann es laut dem Ex-Schalker nur noch bergauf gehen: "Nach der Rückrunde kann man nur noch positiv überraschen, tiefer kann man nicht mehr fallen." Jedoch weiß Aogo auch, was den krisengebeutelten Klub aus Gelsenkirchen in der neuen Saison erwartet. "Kein Geld, eine schlechte Vorbereitung gespielt und ein extrem schweres Anfangsprogramm: Der Druck wird schon zu Beginn sehr groß sein", so der neue Experte. Fraglich wird seiner Meinung auch sein, ob Trainer David Wagner über die ersten fünf Spieltage bleiben kann.

Zu Stuttgart: "Klassenerhalt wird schwierig werden"

Nach seiner Zeit im Ruhrpott wechselte Aogo 2017 zum VfB Stuttgart, wo er für zwei Jahre auflief. Wie der Aufsteiger in der kommenden Saison abschneiden wird, damit tat sich der ehemalige Nationalspieler schwer. Weil aber immer noch ein wenig VfB in seinem Herzen existiert, drückt er den Schwaben die Daumen. "Ich hoffe sehr, dass sie die Klasse halten", wünscht Aogo seinem Ex-Klub einen Verbleib in der Bundesliga. "Aber es wird schwierig werden." Zum einen, weil es ein junges Team ist, welches den Aufstieg aus der 2. Bundesliga ins Oberhaus geschafft hat, zum anderen, weil der Transfermarkt - auch Corona bedingt - nicht die besten Möglichkeiten für große Deals geschaffen hat.

Zu Hamburg: "Mehr Kommunikation muss stattfinden"

Zum Schluss äußerte sich Aogo auch noch über seinen ehemaligen Klub Hamburger SV, wo der vor seiner Schalker Zeit tätig war: "Sportlich werden sie in der 2. Bundesliga oben mitspielen. Ob es zum Aufstieg reicht, wird sich zeigen." Den möglichen Grund, warum es bei den Hansestädtern seit Jahren nicht mehr läuft, lieferte Aogo gleich noch mit. "Schon zu meiner Zeit wurde hinterfragt: Woran liegt es, dass man nicht mehr oben mitspielen kann. In den letzten zehn Jahren wurde fast jeder Stein umgedreht und versucht, an jeder Schraube zu drehen." Laut dem 33-Jährigen muss beim Hamburger SV einfach nur mehr geredet werden, "Kommunikation muss stattfinden". Laut Aogos neuester Expertenmeinung hat jeder Spieler, der zum HSV kommt, das Gefühl des Scheiterns inne. "Es herrscht die Angst wieder zu versagen." Kann der Klub mit der Raute das abstellen, so steht einer Rückkehr in die Bundesliga nichts mehr im Weg."

Profile picture for user Tom Jacob
Tom Jacob  
10.09.2020