Stuttgarts Kapitän

Anton kritisiert: VfB nach Protest-Pausen zu schläfrig

Anton will einen wacheren VfB, wenn die Spiele unterbrochen waren. Foto: Getty Images
Anton will einen wacheren VfB, wenn die Spiele unterbrochen waren. Foto: Getty Images

Die Fan-Proteste gegen den geplanten Investoren-Deal der DFL bleiben ein bestimmendes Thema im deutschen Fußball. Auch am Wochenende waren zahlreiche Partien teils länger unterbrochen, weil etwa Gegenstände auf den Rasen geworfen wurden. Das Verständnis in der Öffentlichkeit scheint zu bröckeln, zumal mehr und mehr Protagonisten darauf hinweisen, dass die Pausen sportlich kontraproduktiv sind.

"Vorteilhaft für uns Spieler auf dem Platz ist es nicht"

Emre Can als Kapitän von Borussia Dortmund erklärte am Samstag etwa, dass die Mannschaften "darunter leiden", wenn der Rhythmus unterbrochen wird. Ketzerisch ließe sich behaupten, dass dem BVB am Samstag in Wolfsburg kaum ein Rhythmus zu nehmen war und die Aussage wie eine Ausrede für das Remis beim Krisenteam von Niko Kovac wirkt. Doch Can steht beileibe nicht alleine da, wenn er die Proteste als kontraproduktiv bewertet. "Vorteilhaft für uns Spieler auf dem Platz ist es nicht", zitieren die Stuttgarter Nachrichten Waldemar Anton dazu.

Nach Protest-Pausen: VfB will "nicht erst langsam hochfahren"

Der Unterschied ist dabei: Der Kapitän des VfB Stuttgart übt vor allem auch Selbstkritik. "Es war jetzt das zweite Mal hintereinander, dass wir nicht gut rausgekommen sind. Vielleicht müssen wir was anderes machen, dass wir da wieder zu hundert Prozent da sind und nicht erst langsam hochfahren", so Anton. Am Samstag hatten die Schwaben beim SV Darmstadt einen Arbeitssieg errungen, bei dem eine über 20 Minuten dauernde Unterbrechung einen klaren Bruch im Spiel des VfB mit sich brachte.

Anton verspricht: "Das wird nicht nochmal vorkommen"

In der Vorwoche ging Stuttgart unmittelbar nach Wiederbeginn infolge einer 15-minütigen Pause daheim gegen den FSV Mainz 05 um ein Haar in Rückstand. "Das müssen wir auf jeden Fall ändern. Das wird nicht nochmal vorkommen in den nächsten Spielen", verspricht Anton vor dem Heimspiel gegen den 1.FC Köln am Samstagnachmittag. Die Proteste selbst kann der Verteidiger übrigens weiterhin nachvollziehen. "Die Fans vertreten ihre Meinung."

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Lars Pollmann  
19.02.2024