Jungstar setzt zum endgültigen Durchbruch an

Ansu Fati: Barca stach Real Madrid aus

Die spanischen Erzrivalen buhlten um Ansu Fati. Foto: JOSE JORDAN/AFP via Getty Images
Die spanischen Erzrivalen buhlten um Ansu Fati. Foto: JOSE JORDAN/AFP via Getty Images

Das Debüt von Ronald Koeman als Cheftrainer des FC Barcelona ist am Sonntag geglückt. Beim 4:0 über den FC Villarreal stahl Ansu Fati mit einem Doppelpack die Show. Der Jungstar schickt sich zum endgültigen Durchbruch an. Pikant: Er könnte heute auch bei Real Madrid spielen.

Die beiden spanischen Schwergewichte buhlten im Nachwuchsbereich um den heute 17-jährigen Angreifer, wie die Sportzeitung Mundo Deportivo berichtet. 2008, der frisch gebackene Nationalspieler war erst sechs Jahre alt, wanderte seine Familie aus Bissau nach Sevilla ein. Es dauerte nicht lang und der talentierte Junge spielte für den FC Sevilla. Dort wurden die Späher der Katalanen auf ihn aufmerksam, zunächst aber holten sie seinen Bruder Braima zu Barca. Für die Verpflichtung von Ansu Fati zeichnete dann Albert Puig verantwortlich, der seinerzeit die Akademie La Masia leitete.

Real bot mehr Geld

"Ich habe mit seinem Umfeld gesprochen, der Schule, ich habe ihn mehrfach zuhause besucht, bis ich seinen Vater überzeugt hatte, dass Barca das beste Projekt für seinen Jungen sei", erinnert der heute in Japan tätige Trainer. Real Madrid habe mehr Geld geboten, der Erzrivale hatte aber nicht zuletzt dank der Verpflichtung des älteren Bruders die besseren Argumente. So landete Ansu Fati 2012 bei Barca, durchschritt die Jugendabteilungen und sorgt seit rund einem Jahr für Furore. Real Madrid dürfte sich noch viele Jahre ärgern, dass man seinerzeit nicht den Zuschlag erhielt.

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Lars Pollmann  
29.09.2020