Werder-Coach optimistisch

Anfang: "Die wollen alle spielen, und auch alle für Werder Bremen spielen"

Markus Anfang blickt nach der Vorbereitung zuversichtlich auf die neue Saison. Foto: Imago.
Markus Anfang blickt nach der Vorbereitung zuversichtlich auf die neue Saison. Foto: Imago.

Markus Anfang blickt der neuen Saison mit Werder Bremen optimistisch entgegen. Der Cheftrainer verspürt bei seinen Spielern Energie, Lust und womöglich auch ein Umdenken in der Zukunftsplanung.

In der Saison 2019/20 sicherte sich Werder Bremen in der Relegation den Klassenerhalt in der Bundesliga, ein Jahr später stieg der Traditionsverein als Tabellen-17. ab. Zu lange dürfen die Bremer aber nicht zurückblicken auf die vergangenen Monate, vielmehr soll der Fokus auf die Zukunft gerichtet werden, wie Markus Anfang gegenüber dem kicker erläutert: "Um frei für etwas Neues zu sein, muss man das Alte zunächst hinter sich lassen."

"Die Mannschaft weiß, wo es hingehen soll"

Zum Ende der Vorbereitung hat Anfang ein gutes Gefühl: "Wir kriegen gerade wieder neue Luft. Wir wachsen mit den neuen Aufgaben", so der Cheftrainer, der betont: "Die Mannschaft weiß, wo es hingehen soll. Das setzt neue Energien frei." Allerdings sollte auch "klar sein, dass man das kommende Jahr in Bremen nicht mehr so angehen kann wie das letzte", sagt Anfang, der dabei auch die Spieler in die Pflicht nimmt: "Jeder sollte doch einen eigenen Ansporn haben. Der eine macht es für seine Familie, weil er seinen Kindern ein Vorbild sein will. Der andere kann gar nicht anders, weil er intrinsisch motiviert ist. Jeder schöpft seine Motivation aus einer anderen Quelle. Das brauchen wir."

"Ich kann mir vorstellen, dass der eine oder andere Spieler weniger über einen Wechsel nachdenkt"

Dahingehend stellt Anfang seinen Schützlingen ein positives Fazit aus: "Ich sehe aktuell keinen Spieler, der sich zurückhält. Die wollen alle spielen, und auch alle für Werder Bremen spielen", urteilt der 47-Jährige und betont: "Die Jungs sind sehr positiv und transportieren das auf dem Platz - dass sie Spaß haben, dass sie die Aufgabe sehen." Diese Energie könnte sich auch auf den Transfermarkt auswirken, wenngleich sich der Kader bis zum 31. August noch verändern soll: "Ich kann mir auch vorstellen, dass der eine oder andere Spieler sich gerade wohlfühlt und weniger über einen Wechsel nachdenkt. Aber das kann er auch gar nicht, weil er nicht weiß, was vielleicht noch aussteht", so Anfang. Womöglich aber werden einige Akteure den Verein aus wirtschaftlichen Gründen verlassen müssen, obwohl sie sich ihre Zukunft auch in Bremen vorstellen können.

Florian Bajus  
19.07.2021