Krach bei Fortuna

Allofs bedauert Röttgermann-Aus: "Habe gewisses Verständnis"

Klaus Allofs ist über das Aus von Thomas Röttgermann verärgert. Foto: Getty Images.
Klaus Allofs ist über das Aus von Thomas Röttgermann verärgert. Foto: Getty Images.

Thomas Röttgermann wird seinen Vertrag als Vorstandsvorsitzender von Fortuna Düsseldorf auslaufen lassen. Klaus Allofs bedauert die bevorstehende Trennung und fordert eine zeitnahe Stellung der Weichen für die Zukunft.

Am 16. April 2019 übernahm Thomas Röttgermann das Amt des Vorstandsvorsitzenden von Fortuna Düsseldorf, zum 1. April dieses Jahres wird der 61-Jährige seinen Posten räumen. Als Hauptgrund für diese Entscheidung führte Röttgermann in einer Stellungnahme auf der Vereinswebsite an, das vom Aufsichtsrat vorgelegte Vorstandskonzept habe "nicht die Überzeugung auslösen können, dass dies geeignet ist, die anstehenden Herausforderungen, der sich die Fortuna zwangsläufig gegenübersehen wird, zu bestehen. [...] In den letzten Wochen und Monaten ist deutlich geworden, dass es offensichtlich sehr schwierig ist, eine breite Meinungs- und Willensbildung im Aufsichtsrat auszulösen und für dringende – auch personelle - Weichenstellungen eine ausreichende, qualifizierte Mehrheit zu erreichen."

Allofs: "Ich bin über diese Entwicklung enttäuscht"

Klaus Allofs, seit September 2020 Vorstandsmitglied bei der Fortuna, bedauert Röttgermanns Abschied: "Ich bin über diese Entwicklung enttäuscht. Ich hätte gern mit Thomas Röttgermann als Vorstandsvorsitzenden weitergearbeitet", sagte Allofs gemäß der Rheinischen Post und betonte: "Aber ich habe auch gewisses Verständnis für seine Entscheidung. Gerade auf dieser Position sollte man den handelnden Personen irgendwann Klarheit geben. Das ist leider nicht geschehen."

"Wir müssen alle Kräfte bündeln"

Auch der einstige Fortuna-Stürmer fordert vom Aufsichtsrat klare Weichen für die Zukunft: "Ich denke, dass Klarheit darüber herrschen sollte, in welche Richtung der Aufsichtsrat gehen will." Es sei "Sinn und Zweck dieses Gremiums", unterschiedlicher Meinung zu sein und Argumente auszutauschen, „aber man muss auch in der Lage sein, Mehrheiten zu bilden und Entscheidungen zu treffen", sagte Allofs und betonte: "Wir sind in einer sportlichen Situation, wo wir alle Kräfte bündeln müssen. Daher hoffe ich, dass wir nun weiterhin handlungsfähig bleiben."

Allofs tritt nicht in Röttgermanns Fußstapfen

Zugleich ließ der 65-Jährige durchblicken, den Posten des Vorstandsvorsitzenden nicht übernehmen zu wollen: "Ich stehe als Vorstandsvorsitzender nicht zur Verfügung. Meine Zuständigkeit sehe ich im sportlichen Bereich. Ich sehe meine Rolle auch nicht so, dass ich bestimmen kann, wer auf dieser Position sitzt. Aber dass ich natürlich auch in Zukunft nur in einer Konstellation arbeiten möchte, in der es passt, das ist klar."

Florian Bajus  
09.01.2022