Conference League

Alle Offensivleute an Bord: Abteilung Attacke bei Eintracht Frankfurt?

Eintracht-Stürmer Sasa Kalajdzic könnte in einer Doppelspitze auflaufen.
Eintracht-Stürmer Sasa Kalajdzic könnte in einer Doppelspitze auflaufen. Foto: Getty Images

Nun gibt es bei Eintracht Frankfurt keine Ausreden mehr. Trainer Dino Toppmöller stehen im K.o.-Duell der Conference League bei Union Saint-Gilloise alle Offensivwaffen zur  Verfügung. Ändert sich damit die Marschrichtung?

Aus Brüssel berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Toppmöller sucht die "richtige Mischung"

Europäische Nächte sind für Eintracht Frankfurt immer etwas Besonderes. Die Vorfreude vor dem Duell beim belgischen Tabellenführer Union Saint-Gilloise wächst täglich im Umfeld des hessischen Traditionsvereins. Der Hunger auf weitere Festtage ist groß. Dino Toppmöller sagte daher bei der Pressekonferenz vor dem Hinspiel in der K.o.-Runde der Conference League: "Es geht für uns darum, die richtige Mischung zu finden." Lesenswert: Eintracht-Talente Baum, Alaoui, Staff: Bereit für den Profi-Aufstieg?

Stürmen Kalajdzic und Marmoush zusammen?

Das System habe für ihn zwar keine Aussagekraft. Dennoch wäre es ein Zeichen, wenn der Eintracht-Trainer die inzwischen vorhandene Offensivpower auch vollumfänglich einsetzt und die dringend benötigte Durchschlagskraft entwickelt. Sasa Kalajdzic etwa könnte gemeinsam mit Top-Torjäger Omar Marmoush eine Doppelspitze, die viele Fähigkeiten in sich vereint, bilden. Marmoush bringt die Elemente Tempo, Tiefgang, Dribbling und gewiefter Torabschluss mit. Kalajdzic ist mit einer Körpergröße von zwei Metern eine Erscheinung auf dem Rasen. Der Österreicher kann das Leder abschirmen, für die nachrückenden Spieler festmachen, sich in Kopfballduelle stürzen und Flanken in Empfang nehmen. (Bericht: Spielmachender Wandstürmer: Wie Kalajdzic überraschte)

Eintracht hat mit Ekitike ein Juwel in der Hinterhand

Und wenn die Kräfte nachlassen, dann hat Toppmöller mit Hugo Ekitike einen Angreifer mit enorm viel Potenzial in der Hinterhand. Der Coach geriet auf fussball.news-Nachfrage ins Schwärmen: "Hugo hat einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir haben nun keine große Zeit, ihn im Training aufzubauen und müssen ihn über Spielminuten in den Rhythmus kriegen. Hugo ist ein junger Kerl, er macht relativ schnell Fortschritte und wird seine Minuten bekommen."

Aber: Ekitike konnte sein "großes Potenzial" bislang nur andeuten

Ekitike habe "sein großes Potenzial" bereits angedeutet. Toppmöller prophezeite: "Jeder Fan kann sich vorstellen, wie er auftritt, wenn er zu 100 Prozent fit ist. Darauf können wir uns freuen." Der 21-Jährige, der am letzten Tag der Wintertransferperiode von Paris Saint-Germain in die Mainmetropole wechselte, wird also weiterhin die nötige Zeit von Toppmöller und den Teamkollegen bekommen. Abteilung Attacke ab sofort bei Eintracht Frankfurt?

Keine Ausreden mehr erlaubt

Ausreden jedenfalls lässt auch der Coach nun keine mehr zu. Neben dem Sturmtrio stehen ihm mit Fares Chaibi, Mario Götze, Ansgar Knauff, dem aktuell noch angeschlagenen Junior Dina Ebimbe, Niels Nkounkou oder Aurelio Buta weitere Akteure zur Verfügung, die Impulse im Spiel nach vorne setzen können. Selten zuvor in den vergangenen Jahren gab es dermaßen viele Varianten, die einem Eintracht-Trainer zur Verfügung standen. Die PS müssen ab sofort auf die Straße. Als Europa-League-Sieger 2022 und Champions-League-Achtelfinalist 2023 zählen die Frankfurter zu den Favoriten in diesem Wettbewerb.

Die mögliche Aufstellung: Trapp - Koch - Tuta, Pacho - Buta, Skhiri, Götze, Nkounkou - Chaibi - Marmoush, Kalajdzic

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Christopher Michel  
14.02.2024