Nur ein Neuzugang

Allardyce kritisiert Liverpool-Transfers: "Unbeeindruckt"

'Big Sam' gilt nicht als großer Fan von Klopp. Foto: Imago
'Big Sam' gilt nicht als großer Fan von Klopp. Foto: Imago

Der Deadline Day am Dienstag hat auch die Wechselperiode der Premier League beendet. Im Gegensatz zu vielen Konkurrenten blieb der FC Liverpool seiner Linie treu, im Sommer vor allem auf das eigene Personal zu setzen. Kritik dafür gibt es von Sam Allardyce.

Der ehemalige Nationaltrainer und Chefcoach des Lokalrivalen FC Everton gehörte am Deadline Day zur Berichterstattung des TV-Senders Sky UK. Auf die Frage nach einem Klub, dessen Transfer-Geschäfte er eher negativ bewerten würde, zögerte Allardyce nicht lange. Er sei von Liverpool "ziemlich unbeeindruckt", so 'Big Sam', der schon in der Vergangenheit gerne als eine Art Gegenspieler von Jürgen Klopp aufgetreten ist.

"Wer sagt, dass sie nicht wieder eine Misere haben?"

"Sie verlassen sich darauf, dass die verletzten Spieler zurückkommen. Aber wer sagt, dass sie nicht wieder eine Misere haben? Sie haben gezeigt, dass sie damit nicht umgehen können", ätzt Allardyce gegen Liverpool. Die Reds hatten am Saisonende Georginio Wijnaldum ziehen lassen, zuletzt folgte etwa noch Xherdan Shaqiri. Im Gegenzug kam nur Ibrahima Konate von RB Leipzig als externer Neuzugang. 

Klopp sah keinen großen Bedarf

Vor allem im Mittelfeld hatten schon vor Allardyce Experten weitere Verstärkung nahegelegt. Klopp aber betonte wiederholt, keinen riesigen Bedarf zu sehen. "Ich kann den Fans nicht helfen, die von uns einen Transfer erwarten, nur damit wir jemanden holen", zitiert Sky den deutschen Teammanager. "Wenn es einen Spieler gäbe, der uns wirklich besser macht, würden wir das angehen." Offenkundig ergab sich keine derartige Option. Allardyce glaubt, es könnte zum Problem werden. Gerade im Vergleich mit dem FC Chelsea oder Manchester United, die auch gegen Ende des Transferfensters noch namhafte Deals über die Linie gebracht haben.

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Lars Pollmann  
01.09.2021