DFB-Pokal

"Albtraumspiel!" - Hertha-Neuzugang Schwolow über "katastrophale" Pokal-Schlappe

Verteidiger Niklas Stark und Torhüter Alexander Schwolow ärgern sich nach einem im Gegentor resultierenden Missverständnis. Foto: Martin Rose/Getty Images
Verteidiger Niklas Stark und Torhüter Alexander Schwolow ärgern sich nach einem im Gegentor resultierenden Missverständnis. Foto: Martin Rose/Getty Images

Schon wieder nichts! Das Heimspiel im DFB-Pokal-Finale wird in für Hertha BSC eine weitere Saison nur ein Traum bleiben. Alexander Schwolow sprach nach der 5:4-erstrunden Niederlage gegen Eintracht Braunschweig von einer Katastrophe. 

"Albtraumspiel!", rief der Herthaner Neuzugang in das Sky-Mikrofon nach der Partie. "Es lief echt alles schief was schief laufen kann. Immer wenn wir dran waren, den Ausgleich gemacht haben, hat Braunschweig irgend so ein Ding reingeeiert." Der 28-Jährige musste in seinem Pflichtspieldebüt für den Hauptstadtklub gegen ebenbürtige Braunschweiger fünf mal den Ball aus dem eigenen Netz holen.

Schwolow: "Es war furchtbar"

Die rund 500 zugelassenen Braunschweig fans durften nach der Partie mit ihrer Mannschaft jubeln. Für Bruno Labbadias Mannschaft wartet währenddessen noch viel Arbeit vor dem Bundesligastart am Samstag gegen Werder Bremen. Schwolow, der in diesem Sommer für 8 Millionen Euro Ablöse vom SC Freiburg zu Hertha BSC wechselte, hatte sich den Saisonstart anders ausgemalt: "Es war furchtbar! Eine Katastrophe für uns, weil wir jetzt raus sind aus dem Pokal. Wir hatten den Traum dieses Jahr es zum Heimspiel zu schaffen. Sehr, sehr bitter."

Torhüter selbstkritisch

Die Misere für den Favoriten begann schon in der zweiten Spielminute. Martin Kobylanski traf per direktem Freistoß in die Torwartecke. "Mit ein bisschen Glück drücke ich den [Ball] raus. Er setzt unangenehm auf und ich bin fast dran. Dass es in der zweiten Minute direkt schon so los ging passte zum Spiel", sagte der Goalie selbstkritisch in der Nachbetrachtung. 

Braunschweig mit dem Quäntchen Glück

Matheus Cunha (29.) und Peter Pekarik (65.) sorgten für die zwischenzeitlichen Ausgleichstreffer zum 2:2 und 3:3. Doch Eintracht Braunschweig ließ sich nicht beirren. Kobylanski (66.) und Suleiman Abdullahi (73.) erzielten zwei weitere Treffer für die Hausherren in der letzten halben Stunde der Partie. Der Anschlusstreffer zum 5:4 von Dodi Lukebakio in der 83. Minute konnte das Pokalaus für Hertha BSC nicht mehr abwenden.

"Wir haben viele gute Ansätze gezeigt aber wir haben fünf Gegentore bekommen", erklärte Schwolow zerknirscht, und ergänzte: "Vielleicht machte sich der Gedanke nach dem Ausgleich breit, dass man jetzt auch einen Schritt weniger machen kann. Da ist man halt Fehleranfällig. Aber man muss auch sagen, dass Braunschweig eiskalt zugeschlagen hat und sehr viel Glück heute hatte."

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Stefan Buczko  
11.09.2020