Berater Zahavi und Vater George

Alaba-Seite kontert Hoeneß: "Schmutzige Lügen!"

Pini Zahavi vertritt David Alaba seit Anfang 2020.
Pini Zahavi vertritt David Alaba seit Anfang 2020. Foto: Getty Images

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat dem Vermittler von David Alaba im Vertragspoker vorgeworfen, ein "geldgieriger Piranha" zu sein. Nun schlagen der Spielerberater und Alabas Vater zurück.

Die Vertragsverlängerung des Österreichers zieht sich beim FC Bayern schon seit etlichen Wochen hin. Uli Hoeneß brachte am Sonntag im Doppelpass den Vorwurf, dass es sich nur um eine Sache des Geldes handle, Alaba selbst entscheiden und sich von seinen Beratern, um seinen Vater George und Staragent Pini Zahavi, nicht zu sehr beeinflussen lassen solle.

Alaba-Berater Zahavi und Vater George geben Statement ab

Die Worte des ehemaligen Bayern-Präsidenten sorgten für Aufsehen. Nun reagierte die Seite des Verteidigers und gab gegenüber Sky ein Statement ab. "Ich habe zu keinem Zeitpunkt detailliert über eine etwaige Provisionszahlung mit den Bayern-Verantwortlichen gesprochen. Das einzige Mal, dass dieses Thema auf den Tisch kam, war bei unserem Treffen in Lissabon. Dort fragte mich Hasan Salihamidzic, wie ich mir das vorstellen würde. Ich sagte ihm, dass wir zunächst an einer Einigung mit dem Spieler arbeiten sollten, ich aber nicht mehr als das Übliche fordern werde. Ich will nicht mehr bekommen, als andere Berater, die von Bayern Provisionszahlungen erhalten haben. Nochmal: Wir haben bisher nicht über Zahlen gesprochen!", lässt sich Zahavi zitieren.

Ebenso äußerte sich George Alaba, der Vater des 28-jährigen Wieners, zu den Aussagen von Hoeneß: "Ich habe David Alaba als Jugendlichen zum FC Bayern gebracht. Über all die Jahre hinweg hatte ich mehrmals die Möglichkeit, David zu einem anderen Verein zu transferieren. Aber wir waren loyal und haben uns immer für einen Verbleib entschieden. Ich habe nicht damit gerechnet, dass der FC Bayern jetzt in der Öffentlichkeit schmutzige Lügen über Gehalts- und Provisionsforderungen streut. Zu behaupten, dass wir wegen einer solchen Zahlung bei Vertragsunterschrift nicht zu einer Einigung kommen, ist eine von diesen dreckigen Anschuldigungen. Und das alles nur, weil wir die von ihnen vorgelegten Zahlen nicht akzeptieren. Wir haben unsere eigenen Vorstellungen."

Laut Angaben von Sky sei das Umfeld des Defensivspielers sehr verwundert gewesen von den Worten Hoeneß'. Der 68-Jährige habe demnach Zahavi erst einmal getroffen und nicht mit dem Israeli gesprochen, weshalb er über den Berater derartige Anschuldigungen nicht treffen könne. Der Poker geht damit in die nächste Runde...

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Adrian Kuehnel  
14.09.2020