Telekom vor Ausstieg

Ärger in der Führung: HSV verliert wohl Großsponsor

Beim HSV läuft es derzeit nur sportlich einwandfrei. Foto: Getty Images
Beim HSV läuft es derzeit nur sportlich einwandfrei. Foto: Getty Images

Der Hamburger SV verbringt die Länderspielpause in der 2. Bundesliga an der Tabellenspitze. Sportlich läuft es für den Aufstiegsfavoriten also blendend. Neben dem Platz sorgen Streitigkeiten in der Klubführung allerdings für mehr und mehr Ärger. Nun soll der erste Großsponsor der Rothosen Konsequenzen gezogen haben.

Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, wird die Telekom einen im Sommer 2023 auslaufenden Sponsoringvertrag mit dem HSV nicht verlängern. Offiziell äußern sich dazu weder der Konzern noch der de Klub. Die Lokalzeitung hat aber in Erfahrung gebracht, dass "Unstimmigkeiten rund um Vorstand Thomas Wüstefeld, die gesamte HSV-Governance und das intransparente Gebaren im Aufsichtsrat zu diesem Schritt geführt haben".

1,5 Millionen Euro pro Jahr

Den Hanseaten ginge damit eine Einnahme von immerhin 1,5 Millionen Euro pro Saison verlustig, so der Bericht. Zudem müsse der HSV endgültig die Hoffnung aufgeben, die Telekom könne als strategischer Partner und Anteilseigner einsteigen. Bereits vor zwei Jahren habe es entsprechende Gespräche gegeben, seinerzeit reichte es nur für den Abschluss einer Exklusivpartnerschaft, die nun also enden soll. Dem Bericht zufolge gab es beim Bonner Telekommunikationsriesen zuletzt noch Überlegungen, bei drei oder vier Klubs zu investieren, unter denen sich auch der Hamburger SV hätte finden können, wenn er die entsprechenden regulatorischen Voraussetzungen geschafft hätte. Stattdessen hat die Telekom zwischenzeitlich den Vertrag als Hauptsponsor des FC Bayern verlängert.

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Lars Pollmann  
20.09.2022