Ex-Profi über Trainingslager

Adler erinnert legendäre Schweden-Tour: "Dann siehst du, wie Rincon in den Wald kackt"

Adler kam 2012 ablösefrei nach Hamburg. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images
Adler kam 2012 ablösefrei nach Hamburg. Foto: Martin Rose/Bongarts/Getty Images

Die Vorbereitung auf eine neue Saison ist für Fußballprofis eine harte Zeit. Mehrere Tage von der Familie fern zu sein mag dabei für viele Spieler eher Segen als Fluch sein. Doch Trainingslager sind vor allem harte Arbeit. Ab und an ergeben sich aber Erinnerungen, die gerne im Gedächtnis bleiben. So auch bei Rene Adler.

Für den früheren Nationalkeeper hing die Bewertung von Vorbereitungscamps vor allem davon ab, wie sich die Mannschaft untereinander verstand. Bei einer coolen Truppe machte ihm auch die harte Arbeit vor einer Saison durchaus Freude. Besonders eingebrannt hat sich bei Adler dabei nicht ein Trainingslager, sondern eine Mannschaftstour, die er 2012 mit dem Hamburger SV in Schweden machte. Vier Tage bat Trainer Thorsten Fink seinerzeit seine Profis zu einem Survival-Trip, bei dem die Spieler in Kanus über das Wasser paddelten und in Zelten übernachteten.

"Einfach fern weg vom Fußball"

"Für mich war es sensationell. Wie ich gelacht habe, weil Sonny nicht gecheckt hat, wie man rudert, und sich immer im Kreis gedreht hat", erzählt Adler im HSV-Podcast des Hamburger Abendblatts. Bei 'Sonny' handelt es sich um Angreifer Heung-min Son, der Probleme mit der Navigation auf dem Wasser offenbarte. Ein weiterer Mitspieler sorgte auf eher unflätige Art für großes Gelächter. "Wir haben gezeltet, dann sitzt du da, guckst nach hinten und siehst, wie Tommy Rincon in den Wald kackt", muss Adler auch acht Jahre später schmunzeln. "Das war einfach fern weg vom Fußball und ich habe das genossen", so der 35-Jährige. Am Ende der Spielzeit stand übrigens der siebte Platz in der Bundesliga. Vielleicht muss der HSV nochmal nach Schweden aufbrechen. Und Rincon einladen.

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Lars Pollmann  
25.08.2020