Sprecher äußert sich

Adidas streicht Rückennummer bei Deutschlands EM-Trikot

Die DFB-Trikots für die EM wurden bereits vorgestellt. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images
Die DFB-Trikots für die EM wurden bereits vorgestellt. Foto: Alexander Hassenstein/Getty Images

Erst kürzlich haben Adidas und der Deutsche Fußball-Bund (DFB) das Heim- und Auswärtstrikot für die Europameisterschaft präsentiert. Doch nach der Aufregung um eine Rückennummer wird diese nun gestrichen.

DFB-Trikot: Die Rückennummer 44 wird gestrichen

Mit dem neuen Heim- und Auswärtstrikot für die Europameisterschaft erhielt das DFB-Team - sowie alle anderen Adidas-Nationalmannschaft ebenfalls - auch ein neues Design für die Ziffern und Namen. Die Trikot-Nummer 44 sorgte dabei für Aufregung. Auf den zweiten Blick werden nämlich Erinnerungen an die verbotene SS-Rune wach.

Die aus der staatlichen Terror-Organisation "Sturmabteilung" des Hitler-Regimes (1933 bis 1945) ausgegliederte "Schutzstaffel" wurde anfangs mit den Anfangsbuchstaben SS bezeichnet, anschließend schrieb und druckte man diese zwei Buchstaben immer in Runenform. Am 10. Oktober 1945 war die SS infolge von zahlreichen Kriegsverbrechen von den Alliierten verboten worden. 1946 wurde die SS bei den Nürnberger Prozessen als verbrecherische Organisation angeklagt. Die Trikot-Nummer 44 der neuen Adidas-Trikots ähnelt dieser Rune durchaus.

Adidas-Sprecher äußert sich

Zwar bekleidet bei der deutschen Nationalmannschaft kein Spieler die 44, der Kader für die Europameisterschaft wird von 1 bis 23 durchnummeriert. Doch im Online-Shop können Fans ihre Trikots personalisieren, mit einem eigenen Namen und einer eigenen Nummer beflocken lassen. Begriffe wie "Führer" oder "Hitler" sind im Online-Shop von Adidas ohnehin bereits gesperrt, weil sie "nicht den Adidas-Richtlinien für die Personalisierung entsprechen".

Und nun sagt Adidas-Sprecher Oliver Brüggen bei Bild: "Wir werden die Nummer 44 schnellstmöglich sperren." Brüggen betont: "Bei Adidas arbeiten Menschen aus rund 100 Nationen, unser Unternehmen steht für die Förderung von Vielfalt und Inklusion, und wir setzen uns als Unternehmen aktiv gegen Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Gewalt und Hass in jeder Form ein." Der Adidas-Sprecher weiter: "Alle Versuche, spaltende oder ausgrenzende Ansichten zu fördern, sind nicht Teil unserer Werte als Marke, und wir weisen alle Andeutungen, dass dies unsere Absicht war, entschieden zurück. Unser Unternehmen steht für die Förderung von Vielfalt und Inklusion."

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Adrian Kühnel  
01.04.2024