Borussia Dortmund

Adeyemi will kein Haaland-Erbe sein: "Ganz anderer Spieler"

Adeyemi will nicht als Nachfolger von Haaland gelten. Foto: Getty Images
Adeyemi will nicht als Nachfolger von Haaland gelten. Foto: Getty Images

Borussia Dortmund hat am Dienstag binnen einer Stunde den bevorstehenden Abschied von Erling Haaland und die Verpflichtung von Karim Adeyemi bekannt gegeben. Eine oberflächliche Lesart wäre, den Neuzugang als Nachfolger des Norwegers zu kategorisieren. Dieser Sicht wirkt der Jungnationalspieler selbst entgegen.

"Es ist ähnlich, wie ich hier in Salzburg in die erste Mannschaft gekommen bin. Zufälligerweise war es wieder Erling Haaland, wo die Leute denken, dass ich der Nachfolger bin, aber das will ich ausschließen, weil ich ein ganz anderer Spieler bin", zitieren die Ruhr Nachrichten den 20-Jährigen von einer Pressekonferenz in Salzburg. Tatsächlich halten sich die Gemeinsamkeiten auf dem Platz in Grenzen, wenn man Adeyemi und Haaland vergleicht. Beide mögen torgefährlich und extrem schnell sein und vor allem mit dem linken Fuß brandgefährlich; der bald bei Manchester City kickende Torjäger ist aber ein echter Mittelstürmer mit entsprechender Statur, wohingegen der künftige BVB-Angreifer ein wendiger, vielseitiger Angreifer ist.

"Kein Druck, sondern vielmehr Vorfreude"

"Ich versuche, meinen Stil in die Mannschaft zu bringen und der Mannschaft zu helfen. Ich habe keinen Druck, sondern vielmehr Vorfreude", stellt Adeyemi klar. Auch am Dienstag, als Medizincheck und Vertragsunterschrift anstanden, habe er keine große Nervosität gespürt. Die Entscheidung für den Wechsel nach Dortmund hatte der gebürtige Münchner frühzeitig gefällt, die Klubs mussten sich in über mehrere Monate spannenden Verhandlungen aber erst einig werden. Letztlich fließen dem Vernehmen nach zunächst 30 Millionen Euro vom BVB nach Salzburg.

"Es gibt viele Sachen, die ich noch verbessern kann"

Dafür bekommen die Schwarzgelben einen sehr spannenden jungen Spieler, der aber noch nicht ganz so weit in seiner Entwicklung ist, wie es etwa Haaland vor seinem Wechsel zu ManCity ist. "Es gibt viele Sachen, die ich noch verbessern kann. Was wichtig ist: Ich möchte mich verbessern. Es ist wichtig, das zu reflektieren. Es geht alles immer noch besser", sagt Adeyemi selbst. Dass Dortmund ein guter Ort ist, um sich als junger Spieler auf hohem Niveau weiterzuentwickeln, hat nicht zuletzt auch Haaland bewiesen. Auch wenn Adeyemi es nicht möchte: Er wird sicher auch in Zukunft immer wieder mal mit dem Norweger verglichen werden.

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Lars Pollmann  
11.05.2022