Einkaufstour des Rekordmeisters

Achtung Leverkusen! Bayerns nächste "Kaputtkauf-Offensive" rollt an

Alejandro Grimaldo und Florian Wirtz gelten als Transferziele des FC Bayern. Foto: Getty
Alejandro Grimaldo und Florian Wirtz gelten als Transferziele des FC Bayern. Foto: Getty

Man kennt es seit Jahrzehnten: Der FC Bayern kauft seinen ärgsten Konkurrenten die besten Spieler und Trainer weg. Bayer Leverkusen muss sich in den kommenden Monaten auf Störfeuer aus München einstellen.

Leverkusen liegt zwei Punkte vor FC Bayern

Nach zwölf Spieltagen steht Bayer 04 Leverkusen an der Tabellenspitze der Bundesliga, dicht gefolgt vom FC Bayern. Das wurmt die Münchner natürlich. Sportlich wird der deutsche Rekordmeister sicherlich alles dafür tun, um die Werkself von Platz eins zu verdrängen. Aber eben nicht nur sportlich! Leverkusen reift zu einem starken Titelkonkurrenten heran - und das bedeutet quasi Unheil für das komplette Teamgefüge der Rheinländer.

Jeder weiß in der Liga, was der FC Bayern mit ernstzunehmenden Titelkonkurrenten macht: Er kauft sie "kaputt"! In den vergangenen Jahren musste diese Erfahrung RB Leipzig machen, die innerhalb von rund zwei Jahren Kapitän Marcel Sabitzer, Starverteidiger Dayot Upamecano, Trainer Julian Nagelsmann und "Terrier" Konrad Laimer an die Münchner verloren. Dazu wechselten auch einige Staffmitglieder die Farben. Seitdem hat Leipzig mit der Vergabe von Platz eins und zwei in der Tabelle nichts mehr zu tun - auch diese Saison sieht es danach aus.

FC Bayern kaufte zuletzt Leipzig und Dortmund leer

Vor der Kaufoffensive in Richtung Leipzig hatten die Münchner sich lange beim Bundesliga-Shopping zurückgehalten, was aber eher daran lag, dass es keine Titelkonkurrenz gab. Der letzte Titelkonkurrent vor Leipzig wurde zwischen 2013 und 2016 deutlich geschwächt: Die Münchner hatten bei Borussia Dortmund mehrfach zugeschlagen, "Wunderkind" Mario Götze, Topstürmer Robert Lewandowski und Kapitän Mats Hummels verließen den BVB, um zum FC Bayern zu wechseln.

Gegen den Vorwurf, der FC Bayern kaufe die Liga "kaputt", wird stets aus Münchnen angeführt, man wolle die besten deutschen Spieler und die besten Profis der Bundesliga in Deutschland halten - und da sei eben der FC Bayern die beste und vielleicht auch einzig richtige Adresse. Außerdem könne die Konkurrenz mit dem vielen Geld den jeweiligen Kader in Qualität und Quantität noch besser aufrüsten. Andererseits ist es ganz offensichtlich: Wer dem FC Bayern sportlich gefährlich wird, wird seine besten Spieler an die Münchner verlieren, selbst wenn diese gar nicht ins Teamgefüge des Rekordmeisters passen wie zuletzt Marcel Sabitzer.

Mögliche Transferziele des FC Bayern

Bayer Leverkusen bietet in dieser Hinsicht nun eine große Angriffsfläche für die Transferoffensive des FC Bayern. Gerüchte kursieren ohnehin schon seit Monaten. In aller Kürze sei zusammengefasst:

Startrainer Xabi Alonso besitzt eine Vergangenheit als Spieler beim FC Bayern und könnte offenbar per Ausstiegsklausel nach München wechseln. 

Bei Topstar Florian Wirtz gilt es nur als eine Frage der Zeit, bis er in München landet.

Die offensivfreudigen und torgefährlichen Außenverteidiger der Leverkusener, Alejandro Grimaldo und Jeremie Frimpong, würden die größten Baustellen beim FC Bayern schließen.

Auch an Victor Boniface wird der FC Bayern auf Sicht nicht vorbeikommen. Der Nigerianer könnte von Münchens Superstar Harry Kane lernen und dann ähnlich wie einst Dortmunds Lewandowski zum besten Stürmer der Liga heranwachsen.

Bayer Leverkusen besitzt schmerzhafte Erfahrung

Bayer Leverkusen hat übrigens mit dem "Kaputtkaufen" der Münchner schon schlimmste Erfahrungen gemacht. Als die Werkself zwischen 1997 und 2002 den Münchnern im Titelkampf ordentlich zusetzte, gingen Kapitän Michael Ballack, Flügelstürmer Ze Roberto und die Innenverteidiger Robert Kovac und Lucio zum FC Bayern. Zudem wurde Bayer-Coach Christoph Daum per öffentlichem Vorwurf des Drogenmissbrauchs erledigt. In der Saison 2002/03 entkam Bayer Leverkusen dann nur knapp dem Abstieg in die 2. Liga - und seitdem hat "Vizekusen" im Grunde nie mehr eine echte Chance auf die deutsche Meisterschaft besessen - oder besser gesagt: bis zur aktuellen Saison 2023/24.

Update 28.11.2023: Bayerns "Kaputtkauf-Offensive" im Detail: Ist Wirtz Kandidat Nummer eins des FC Bayern?

Profile picture for user Daniel Michel
Daniel Michel  
27.11.2023