Top-Quote, aber oft verletzt

Abstiegskampf statt Europa? Füllkrug: "Auch viel Pech dabei"

Füllkrug unterschrieb bei Werder in der Hoffnung auf bessere Ergebnisse. Foto: Oliver Hardt/Getty Images
Füllkrug unterschrieb bei Werder in der Hoffnung auf bessere Ergebnisse. Foto: Oliver Hardt/Getty Images

Mit seiner Torquote seit der Rückkehr zu Werder Bremen kann Niclas Füllkrug sehr zufrieden sein. Pro Bundesliga-Treffer für die Hanseaten brauchte der Stürmer in den letzten eineinhalb Jahren keine 90 Minuten. Allerdings machte er verletzungsbedingt auch nur 15 Spiele. Und kämpft mit Werder gegen den Abstieg, anstatt um Europa.

Entsprechende Ambitionen hatte der Klub im Sommer 2019 geäußert, als der Angreifer von Hannover 96 zurück an die Weser wechselte. In der zuvor beendeten Saison war Bremen als Tabellenachter nur knapp an der Europa-League-Qualifikation gescheitert. "Natürlich" habe er sich auch deshalb mehr erhofft, sagt Füllkrug nun gegenüber dem kicker. Für den Abstiegskampf hat er nicht bei Werder unterschrieben.

Rückkehr im Endspurt

"Es war aber auch sehr viel Pech dabei, bei der gesamten Mannschaft, aber natürlich auch bei mir persönlich", so der 27-Jährige. "Die Kreuzbandverletzung hat einiges durcheinandergebracht, weil sich auf mich verlassen wurde." Erst im Saisonendspurt war Füllkrug wieder fit, steuerte seinen Teil zur Rettung in die und in der Relegation bei. In die neue Runde startete er furios, fehlte dann wieder zwei Monate. Im Jahr 2021 tastet er sich über Kurzeinsätze an die Mannschaft heran.

"Die Attraktivität wird wiederkommen"

Dass Werder die Treffsicherheit von Füllkrug dringend brauchen kann, ist offensichtlich. Viele Chancen kreiert das Team von Florian Kohfeldt derzeit nicht, unter vielen Fans regt sich ob des Spielstils bereits Kritik. "Ich finde es gar nicht so schlecht, weil es einfach etwas bringt", sagt Füllkrug jedoch zur 'ergebnisorientierten Spielweise', wie es das Fachmagazin umschreibt. "Die Attraktivität wird wiederkommen", verspricht der Torjäger. Vielleicht dann, wenn er wieder regelmäßig von Beginn dabei sein kann.

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Lars Pollmann  
14.01.2021