SGE-Youngster

Abraham-Nachfolger? Tuta: "Es liegt ganz an mir"

Der Brasilianer Tuta könnte bei der Eintracht ein großes Erbe antreten. Foto: Imago

Der Brasilianer Tuta gilt bei Eintracht Frankfurt in der Defensive als der designierte Nachfolger, der Kronprinz von Kapitän David Abraham. Das 21-jährige Verteidigertalent äußerte sich nun ausführlich dazu, demütig und ambitioniert.

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim war der erste Fingerzeig. Als sich Kapitän David Abraham verletzte, bekam Frankfurts Abwehrjuwel Lucas Silva Melo, kurz Tuta, seine Chance und wirkte rund eine halbe Stunde erstmals in der Bundesliga mit. Trainer Adi Hütter schenkte dem 21-Jährigen das Vertrauen, verzichtete auf eine Systemumstellung und warf ihn ins vermeintlich kalte Wasser. Die Hoffnungen sind nach dem vielversprechenden Auftritt groß, dass Tuta die Nachfolge von Abraham antreten kann, wenn der im Winter, spätestens aber im kommenden Sommer, zurück in die Heimat wechselt. Einen Masterplan für das Erbe gibt es intern dafür allerdings nicht. "Das ist nicht so direkt kommuniziert worden", erklärte Tuta auf Nachfrage von fussball.news. Vieles hänge ja schließlich davon ab, wie die Entwicklung des Brasilianers weitergeht: "Von meiner Arbeit, wie ich mich behaupte. Es liegt ganz an mir, mich zu empfehlen."

Harter Konkurrenzkampf - Abraham als Vorbild

Die Konkurrenzsituation ist bei Eintracht Frankfurt durchaus groß. Auch Almamy Toure, der zuletzt als Rechtsaußen auflief, steht als Rechtsfuß für die Innenverteidigung parat. Deshalb meinte Tuta auch: "Ich kämpfe wie viele andere um meinen Platz in der Mannschaft. Es gibt noch viele andere gute Spieler, die Eintracht ist gut aufgestellt." Dennoch ist für den Youngster klar: "Ich muss in den Spielen, in denen ich das Vertrauen bekomme, meine Chance nutzen, Selbstvertrauen sammeln. Dann wird man sehen, wohin der Weg führt."

In Abraham hat Tuta in jedem Fall ein großes Vorbild gefunden, an dem er sich in der gemeinsamen Zeit orientieren kann und will: "Er ist ohne Zweifel ein ausgezeichneter Fußballprofi und auch auf menschlicher Ebene eine mir sehr nahe stehende Person. Ich kann mir viel von ihm abschauen." Die zwei Südamerikaner kommunizieren viel, Abraham steht dem 13 Jahre jüngeren Mitspieler "mit Rat und Tat zur Seite." Tuta verfolgt das Ziel, in Frankfurt ähnliche Spuren zu hinterlassen wie der Argentinier: "Ich versuche in seine Fußstapfen zu treten und hoffe, dass ich irgendwann in der Lage bin, dem Verein ähnlich viel Freude zu bringen wie er." Der Brasilianer befindet sich bislang auf dem besten Weg dahin.

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Benjamin Heinrich  
14.10.2020