Wann wird der Deal fix?

Abgang aus Frankfurt? Dost bei Brügge Option Nummer 1

Bas Dost könnte nach Belgien weiterziehen.
Bas Dost könnte nach Belgien weiterziehen. Foto: Getty Images

Was sich am Dienstagabend anbahnte, könnte schon am Donnerstag endgültig fixiert werden: Bas Dost steht beim FC Brügge ganz oben auf der Liste. Für Eintracht Frankfurt könnte sich Luft bei der Suche nach Neuzugängen ergeben.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Bei der Trainingseinheit am Mittwochnachmittag fehlte Bas Dost. "Leichte muskuläre Probleme" waren laut Wiesbadener Kurier die Gründe. In der Fußballersprache lautet diese Verletzung oftmals: Da ist etwas im Busch! Der belgische Meister FC Brügge buhlt um die Dienste von Bas Dost, der Angreifer konnte in die hohen Erwartungen bei Eintracht Frankfurt nicht erfüllen. Beim Champions League-Teilnehmer gilt er laut der niederländischen Plattform voetbal24 gar als "Option Nummer 1".

Wie fit bleibt Dost?

Zehn Pflichtspieltore und zwei Vorlagen für die Eintracht lesen sich eigentlich ordentlich. Doch die Frage aller Fragen lautet: Wie fit ist der 31-Jährige wirklich und kann er die eng getaktete Bundesliga-Saison, die auf alle Klubs wartet, durchstehen? Im vergangenen Jahr haben die Verantwortlichen das nötige Engagement beim Aufholen der Rückstände vermisst, an die Grenzen ist der Niederländer nicht gegangen. Erst in der Sommerpause legte der Stürmer einen Gang zu, brachte sich in Form. Und doch bleibt der Eindruck: Es fehlt etwas.

Zu wechselhaft in seinen Leistungen

Seine Auftritte auf dem Platz haben im Umfeld polarisiert: Phasenweise zeigte Dost genau das, wofür er geholt wurde. Dann ließ der Niederländer Bälle präzise prallen und stand blitzschnell im torgefährlichen Raum. Zu oft aber wirkte der so humorvolle und menschlich so beliebte Dost zu langsam in seinen Aktionen, tauchte nicht im Strafraum auf - und war verletzt. Großen Worten konnte der sympathische Stürmer keine Taten folgen lassen, auch die teils guten Leistungen nach dem Re-Start haben diesen Eindruck nicht vollständig verwischen können.

Einer der Topverdiener

Die Frankfurter wollten Dost dennoch nicht zwingend verkaufen. Er weiß, wo das Tor steht und kann Mitspieler führen. Bei dem auf Pressing und Tempo ausgelegten System Hütter stößt der ehemalige Nationalspieler aber an seine Grenzen. Bei einer ordentlichen Summe, die sich im damals bezahlten Sieben-Millionen-Bereich bewegt, könnten die Verantwortlichen daher grübeln. Rund 15 Prozent würden zwar in Richtung Ex-Klub Sporting Lissabon wandern, doch ein Topverdiener (geschätzt rund vier Millionen Euro jährlich) wäre von der Liste gestrichen.

Enttäuschend in den Vorbereitungsspielen

Zuletzt kündigte Dost zwar an, so fit wie seit Jahren nicht mehr zu sein. In den Testspielen konnte er dies aber nicht nachweisen, Treffer gab es in den vier Partien nach dem Urlaub gegen Monaco (1:1), Basel (0:1), Eindhoven (2:1) und Amsterdam (1:2) keine. Trainer Adi Hütter will den Fokus wieder auf Pressing und Balleroberungen im vorderen Drittel setzen. Ob Dost dafür geeignet ist? Fraglich! Der Weg könnte daher nach Belgien führen.

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Christopher Michel  
02.09.2020