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Abgänge bei der Eintracht? Das sagt Adi Hütter

Adi Hütter schließt weitere Transfers nicht aus.
Adi Hütter schließt weitere Transfers nicht aus. Foto: Getty Images

Die zweite Vorbereitungswoche von Eintracht Frankfurt endet mit einem Testspiel am Samstag bei Ajax Amsterdam. Trainer Adi Hütter wird auch dann wieder auf seine Superstars Kevin Trapp, Martin Hinteregger und Filip Kostic zurückgreifen können. Ob das auch über den 5. Oktober hinaus, wenn das Transferfenster schließt, so bleiben wird?

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

21 Profis begrüßte Adi Hütter zum Training, mit Ausnahme von Jetro Willems sind alle als Stammkräfte eingeplanten Akteure bei Eintracht Frankfurt fit. Eine längere Taktikeinheit stand auf dem Programm, der Spielaufbau wurde intensiv geübt: Entweder ging es mit kurzen Pässen durch die Mitte in Richtung Außenbahn oder aber der letzte Mann - Martin Hinteregger oder Makoto Hasebe - überbrückten mehrere Linien mit langen Diagonalbällen. Es sieht teilweise schon sehr ordentlich aus, der Kern der Mannschaft kennt sich bereits aus der Vorsaison. Mit Ragnar Ache und Steven Zuber sind nur zwei Neuzugänge dabei.

"Ungewissheit bleibt"

Doch wie gestaltet sich der Kader in rund sechs Wochen? Erst am 5. Oktober schließt das Transferfenster. "Die Ungewissheit bleibt", gab Adi Hütter zu. "Die Transferzeit ist immer eine gefährliche Zeit für die Trainer." Der Markt wei offen und Spieler könnten daher den Klub verlassen. Während dies bei Lucas Torro oder Mijat Gacinovic durchaus ein gewollter Schachzug war, würde der Österreicher freilich gerne weiterhin mit seinen Topstars Kevin Trapp, Hinteregger und Filip Kostic zusammenarbeiten.

"Brauchen Qualität statt Quantität"

Doch die Eintracht hat in den vergangenen Jahren stets Antworten auf die sich stellenden Fragen gefunden. "Wir müssen immer gewappnet und darauf vorbereitet sein, dass uns ein Spieler verlassen kann", forderte Hütter. Es gehe dann darum, "adäquaten Ersatz" an der Hand zu haben. Derzeit seien alle Positionen doppelt besetzt - und diesen Anspruch hat der Trainer auch weiterhin. Hütter forderte: "Ein Spieler, der zu uns kommt, der muss uns besser machen. Wir brauchen Qualität und nicht Quantität."

Hütter kann derzeit aus dem Vollen schöpfen

Der jetzige Kader bietet dem 50-Jährigen allerdings schon einige Varianten. Vor allem die neue Situation im Sturm mit vier Angreifern ist komfortabler als in der vergangenen Rückrunde, Hütter wird das System mit Doppelspitze forcieren. "Ich kann aus dem Vollen schöpfen", frohlockte der ehemalige Profi. Dennoch weiß Hütter auch: "Das Transferfenster ist noch lange hoffen. Es kann sein, dass noch sehr viel Bewegung reinkommt."

 

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Christopher Michel  
28.08.2020