Sport Bild berichtet

8 statt 10 Gruppenspiele, 2 Wildcards: Die UCL-Reform ab '24

Bei der UCL-Reform ab 2024 gibt es einige Änderungen. Foto: Getty Images
Bei der UCL-Reform ab 2024 gibt es einige Änderungen. Foto: Getty Images

Die Champions League läuft seit Dienstagabend ohne die ganz große deutsche Beteiligung ab, weil der FC Bayern gegen den FC Villarreal im Viertelfinale gescheitert ist. Toni Kroos steht mit Real Madrid im Halbfinale, am Mittwoch könnten Jürgen Klopp mit dem FC Liverpool oder Julian Weigl mit Benfica, sowie Ilkay Gündogan mit Manchester City folgen. Am Modus der Königsklasse wird sich bekanntlich schon bald einiges ändern.

Ab 2024 werden 36 statt 32 Teilnehmer an den Start gehen, vor allem die Gruppenphase hat dann nicht mehr viel mit dem gewohnten Bild zu tun. Bisher war dabei die Rede davon, dass jeder Teilnehmer in der ersten Runde der neuformierten Champions League zehn Spiele absolvieren soll. Damit einhergehend gäbe es größere Einnahmen für die Klubs und bessere Vermarktungsmöglichkeiten für die UEFA. Einem Bericht von Sport Bild zufolge haben sich die Reformpläne allerdings verändert. Auf dem UEFA-Kongress in Wien im Mai wird demnach beschlossen, dass künftig in der Gruppenphase acht Spiele steigen sollen.

Liga-System mit Ranking von 1 bis 36

Es ist ein Kompromiss, der wohl vor allem den nationalen Wettbewerben Rechnung trägt, die mit 20 Klubs ausgetragen werden, also vor allem den Top-Ligen in England, Spanien, Frankreich und Italien. Laut des Magazins werden die 36 Klubs in vier Töpfe mit je neun Vereinen gemäß ihrer Spielstärke aufgeteilt, für die der UEFA-Klub-Koeffizient maßgeblich wäre. Jedes Team bekäme acht Gegner zugelost, jeweils zwei aus jedem Topf. Damit wäre auch gewährleistet, dass wie gewünscht deutlich mehr Top-Spiele schon vor dem Beginn der K.o.-Runden auf dem Plan stehen. Die Teilnehmer für die Folgerunden werden durch eine Ligatabelle ermittelt, in der alle Teilnehmer von Platz 1 bis 36 gerankt werden. Die ersten acht Teams qualifizieren sich direkt fürs Achtelfinale, die Teams auf den Rängen 9 bis 16 ermitteln in Playoffs gegen die Plätze 17 bis 24 die weiteren Teilnehmer für die erste K.o.-Runde. 

Kontrovers diskutierte Wildcards

Neben der Veränderung des Spielmodus war im Vorfeld der Reform vor allem die Erhöhung von 32 auf 36 Teilnehmer immer wieder ein kontroverses Thema, weil nicht mehr nur unmittelbare sportliche Faktoren eine Rolle spielen sollten. Unter anderem waren zwei Wildcards für Teams im Gespräch, die eine schwache Saison spielen, aber einen hohen Klub-Koeffizienten aufweisen. Durch die Hintertür hätte es Großklubs die Chance gegeben, weiter an die großen Geldtöpfe zu gelangen. Nun ist aber vorgesehen, so der Bericht, dass die Wildcards nur unter den Klubs vergeben werden, die in ihren nationalen Ligen direkt hinter den Champions-League-Rängen landen. Zum Beispiel wäre also künftig der Tabellenfünfte der Bundesliga ein Anwärter auf eine Wildcard zur Königsklasse. Unter allen Kandidaten entscheide dann wieder der beste Klub-Koeffizient.

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Lars Pollmann  
13.04.2022