Große Konkurrenz im Angriff

4 Stürmer: Hütter muss die richtige Mischung finden

Bas Dost und Andre Silva haben durchaus gut zusammengefunden.
Bas Dost und Andre Silva haben durchaus gut zusammengefunden. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt hat sich im Sturm durch die Verpflichtung von Ragnar Ache deutlich breiter und schneller aufgestellt. Der 22-Jährige konkurriert mit Bas Dost, Goncalo Paciencia und Andre Silva um zumeist zwei freie Plätze in vorderster Front. Trainer Adi Hütter muss die richtige Mischung finden.

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Bas Dost kam im vergangenen Jahr als Schlüsseltransfer zu Eintracht Frankfurt und konnte dieser Rolle verletzungsbedingt zu selten gerecht werden. Auffällig gut verlief das Zusammenspiel am Anfang der Saison aber mit Goncalo Pacienia. Beim 2:1-Erfolg gegen Fortuna Düsseldorf führte eine Flanke des Portugiesen zum ersten Treffer von Dost bei den Hessen. Bei den Schützenfesten gegen Bayer Leverkusen (3:0) und den FC Bayern München (5:1) harmonierte das Duo prächtig: Der Niederländer als derjenige, der sich etwas fallen ließ und mit seinen "One-Touch-Pässen" die Wege frei machte und Paciencia als eiskalter Schütze vor dem gegnerischen Gehäuse.

Silva und Dost harmonierten nach dem Re-Start

Doch Dost zeigte auch im Verbund mit Andre Silva seine Qualitäten. Bei seinen drei Treffern nach dem Re-Start stand er mit dem 24-Jährigen auf dem Platz, am 33. Spieltag nach dem Tor zum 1:1 gegen den 1. FC Köln lobte Dost dessen Laufwege. Im Duell bei Hertha BSC bereitete Silva den Ausgleich des 31-Jährigen per Kopf vor (4:1), auch gegen den SC Paderborn (3:2) trafen beide Stürmer.

Paciencia und Silva suchten oft ähnliche Laufwege

Das Portugiesen-Duo Paciencia und Silva hat zwar auch gemeinsam auf dem Platz stehend Tore erzielt, doch das letzte Stück Harmonie fehlt noch im Zusammenspiel. Im Winter vergangenen Jahres kritisierte Adi Hütter noch: "Beide Stürmer haben zudem oft die gleiche Position, ziemlich zentral. Da ist es für jeden Verteidiger, der am ersten Pfosten steht, angenehm." Im Test gegen die PSV Eindhoven (2:1) waren einige gute Ansätze zu sehen, doch der letzte Punch fehlte noch zu häufig.

Neues Element durch Ache

Zu diesem Trio gesellt sich seit einigen Wochen Ragnar Ache. Der deutsche U21-Nationalspieler kehrte aus den Niederlanden in die Heimat zurück und bringt ein neues, bislang fehlendes Element mit: Tempo! Dost, Paciencia und Silva kommen alle nicht über die Eigenschaft Schnelligkeit, Konterfußball ist so in Perfektion kaum möglich. Ache, der noch an seinem Torabschluss und am Timing in Sachen Abseitslinie arbeiten muss, bringt diese Eigenschaft samt Unbekümmertheit und einer gewissen Wucht mit. Es ist nun an Hütter, die richtigen Kombinationen zu finden und die - trotz einiger Schwierigkeiten mit Verletzungen und Formschwächen - ordentliche Vorjahresbilanz von 26 Stürmertoren weiter zu verbessern.

 

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Christopher Michel  
28.08.2020