Nach Sevilla-Sieg

4 Gründe, warum die SGE plötzlich wieder von Europa träumen kann

Die Eintracht-Spieler bejubeln den Sieg in Sevilla. Foto: Getty Images

Eintracht Frankfurt ist denkbar schlecht ins Jahr 2022 gestartet, zuletzt feierte das Team von Trainer Oliver Glasner aber zwei Siege - in Bundesliga und Europa League. Und könnte wie in der Hinserie wieder eine Serie starten! 

Von der Eintracht berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

Sieben Punkte beträgt für Eintracht Frankfurt aktuell der Rückstand auf Platz sechs in der Bundesliga. Genauso viel wie in der Hinserie nach zehn Spieltagen! Anschließend holten die Hessen aus zehn Spielen 18 Punkte und eroberten so jenen Platz sechs. fussball.news nennt vier Gründe, die nach dem spektakulären 2:1-Sieg bei Betis Sevilla in der Europa League Hoffnung machen, dass der Eintracht nun wieder Ähnliches gelingt.

1. Englische Wochen

Doppelbelastung als Pluspunkt? Bei den Frankfurtern ein ganz klares Ja! In der Hinserie gelangen nach den sechs Gruppenspielen in der Europa League in den sechs darauf folgenden Ligaspielen 13 Punkte. Die Eintracht performt vor allem dann, wenn sie im Spielrhythmus ist. Die Hoffnung, dass die Spieler nochmal einen Sprung machen können, wenn wie im Januar und Februar viel Trainingszeit zur Verfügung steht, verpuffte. Fußballprofis spielen eben am liebsten! Am Sonntag (17:30 Uhr) kommt der VfL Bochum nach Frankfurt - dort kann die Glasner-Elf nachlegen. 

2. Defensive Stabilität

Der Österreicher hat aktuell die Qual der Wahl! In der Defensive saß Routinier Makoto Hasebe zuletzt nur noch auf der Bank, weil sich die Dreierkette in seiner Abwesenheit festgespielt hat. Neben Evan N'Dicka, der lange Zeit der Stabilste war, hat auch Martin Hinteregger wieder zu seiner Form gefunden, gefiel beim 4:1 bei Hertha BSC ebenso wie beim 2:1-Sieg in Sevilla. Dazu hat der Brasilianer Tuta einen gewaltigen Sprung gemacht. In der Europa League war er zuletzt der beste Mann in der Frankfurter Hintermannschaft. Dahinter ist Keeper Kevin Trapp, zuletzt auch Kapitän, unumstritten und in Topform. Mit solch einer stabilen Defensive könnte die Eintracht noch viele Spiele gewinnen.

3. Leistungsträger in Form

Hinteregger ist einer der Akteure, der pünktlich zur Crunchtime wieder in Form ist. Doch auch andere Profis haben ihre Form wiedergefunden. Mittelfeldmotor Djibril Sow spielte in Sevilla herausragend, Filip Kostic ebenso. Den Serben setzte zu Beginn der Rückserie erst eine Coronainfektion, dann ein grippaler Infekt außer Gefecht. Jetzt ist er wieder da, in der Europa League sogar mit einem Traumtor. Dass auch Jesper Lindström (Tor in Berlin, Vorlage in Sevilla) und Daichi Kamada (Tor in Sevilla, Vorlage in Berlin) wieder Selbstbewusstsein getankt haben, tut zusätzlich gut. 

4. Fans sind zurück

Was war das für eine Gänsehaut-Stimmung in Sevilla! Offiziell waren es nur 3000 Eintracht-Fans, die die Auswärtsfahrt zu Real Betis angetreten haben. Der lautstarke Support dürfte aber nahelegen, dass die inoffiziellen Zahlen deutlich höher lagen. Mit dabei auch wieder die "Ultras" der Hessen, die die Corona-Pandemie ausgesetzt hatten. Im Endspurt könnten sie das Zünglein an der Waage werden, sobald es auch im Frankfurter Stadion wieder Vollauslastung gibt. In der Europa League könnte die Unterstützung von den Rängen zudem für die eine oder andere rauschende Pokalnacht mehr sorgen - diesmal vielleicht sogar bis ins Finale? 

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Benjamin Heinrich  
10.03.2022