Glück, Power, Sommer

Analyse: Drei Gründe, weshalb Gladbach in München als Sieger hervorging

Gladbach-Keeper Yann Sommer (2.v.l.) war beim 2:1-Sieg in München ein wichtiger Rückhalt. Die Kollegen zeigten sich dankbar.
Gladbach-Keeper Yann Sommer (2.v.l.) war beim 2:1-Sieg in München ein wichtiger Rückhalt. Die Kollegen zeigten sich dankbar. (Foto: Sebastian Widmann/Getty Images)

Borussia Mönchengladbach hat sich an diesem Spieltag erneut als Bayern-Schreck Nummer eins gezeigt. Mit dem 2:1-Sieg in der Allianz Arena blieben die Fohlen zum dritten Mal in dieser Saison gegen den großen Favoriten aus München ungeschlagen.

Die Personallage sorgte sowohl vor als auch nach der Partie für Diskussionen. Dem Rekordmeister fehlten aus unterschiedlichsten Gründen - darunter neun Corona-Fälle - eine Vielzahl an Leistungsträgern, die durch junge Talente ohne jegliche Bundesliga-Erfahrung auf der Bank ersetzt werden mussten. Doch daran allein lässt sich die Niederlage der Bayern nicht festmachen. fussball.news hebt drei weitere Gründe hervor:

Fortune aufseiten von Gladbach

"Wenn du in München gewinnen willst, dann gehört auch Glück dazu", sagte Christoph Kramer unmittelbar nach Abpfiff bei DAZN. Recht hatte er! Die klareren Torchancen hatte der FC Bayern zu bieten, jedoch fehlten oft die entscheidenden Zentimeter. Einmal zischte das Leder knapp am Pfosten vorbei, zweimal half das Aluminium aus. Besser stellten sich dagegen die Gäste an, die aus drei guten Möglichkeiten zwei Tore erzielten.

Laufleistung der Fohlen

Nicht nur den Statistik-Freunden war vor der Partie bekannt, dass Borussia Mönchengladbach in der Hinrunde in Sachen Laufleistungen hinterherhinkte, so prangerte auch der Cheftrainer selbst in der Winterpause die schwachen Zahlen an. Beim Rückrundenauftakt machten die Fohlen direkt große Sprünge. Mit 121,7 gelaufenen Kilometern und 235 Sprints lag die Borussia klar über dem Saisondurchschnitt. Hütter zeigte sich zufrieden: "Es ist wichtig, dass wenn ein Trainer etwas sagt, das auch umgesetzt wird."

Duell der Torhüter

Sven Ulreich hatte sich keine großen Patzer geleistet, doch bei den beiden Toren von Florian Neuhaus und Stefan Lainer sah der Bayern-Keeper unglücklich aus. Beide Male fehlten dem Schlussmann nur wenige Zentimeter, um den Einschlag zu verhindern. Den besseren Abend hatte Gladbach-Torwart Yann Sommer erwischt, der nur einmal hinter sich greifen musste und fortan seine Gegenspieler mehrfach zum Verzweifeln brachte. "Das ist auch mein Job", antwortete der Schweizer cool.

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Tom Jacob  
09.01.2022