Mehr als erwartet

26 Millionen Euro: So viel kassierte die Eintracht für Rebic & Co

Ante Rebic verließ Eintracht Frankfurt im Sommer 2020 fest zum AC Mailand. Foto: Getty Images

Die Transfereinnahmen von Eintracht Frankfurt sanken in der vergangenen Saison erheblich. Und doch kassierten die Hessen in 2020/21 mehr für Spielerverkäufe als lange angenommen. 

Aus dem Deutsche Bank Park in Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Benjamin Heinrich

In der Saison 2019/20 nahm Eintracht Frankfurt noch satte 101,7 Millionen Euro durch Spielertransfers ein. Die größten Abgänge damals: Die Stürmer Luka Jovic, den es zu Real Madrid zog und Sebastian Haller, der in die Premier League zu West Ham United wechselte. Es war ein Rekordsommer für die Eintracht. Im gesamten Jahr 2019 verbuchten die Frankfurter laut Geschäftsbericht 111,5 Millionen Euro für Transfers und gaben nur rund 38,8 Millionen Euro (Beteiligungszahlungen inbegriffen) aus. Unterm Strich ein Gewinn vor Steuern von fast 73 Millionen Euro. 

Rate für Haller inbegriffen?

In der vergangenen Saison 2020/21 hingegen kassierte Eintracht Frankfurt "nur" 26 Millionen Euro für den Verkauf von Spielern. Doch das ist deutlich mehr als bislang angenommen wurde. Topverkäufe waren Ante Rebic (AC Mailand / nach Leihe) und Bas Dost, den es im Winter zum FC Brügge verschlug. Für Rebic war im Gegenzug André Silva vom AC Mailand fest an den Main gewechselt, der zuvor auch ausgeliehen war. Kein klassisches Tauschgeschäft, weil Zahlungen in beide Richtungen flossen. Dazu verließen auch Mijat Gacinovic (TSG Hoffenheim) und Lucas Torro (Osasuna) den Verein per Ablöse. Gut möglich ist allerdings, dass in der in den Finanzkennzahlen genannten Summe auch eine Ablösetranche für Sebastien Haller enthalten ist. West Ham hatte sich seinerseits mit der Eintracht auf eine Ratenzahlung für den Ivorer geeinigt. 

Anteil der Transfereinnahmen sinkt rapide

Deutlich ist der Rückgang der Transfererlöse dennoch. Machten diese in der Saison 2019/20 noch 36,6 Prozent des Gesamtumsatzes aus und damit den höchsten Anteil aller Posten, waren es in der Saison 2020/21 nur noch 16,2 Prozent. Medienrechte und Werbeeinnahmen haben den Transfers dort den Rang abgelaufen. Dramatisch: Durch die Geisterspiele nahmen die Hessen in der Saison 2020/21 nur noch 500.000 Euro durch Zuschauereinnahmen ein. 2019/20 waren es noch 38,6 Millionen Euro. Neben zukünftigen Transfereinnahmen werden die Frankfurter vor allem dort wieder Zuwachs generieren müssen. 

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Benjamin Heinrich  
10.10.2021