Zwischen '71 und '89

21 Heimspiele ungeschlagen: Als Eintracht Bayerns Angstgegner war

Bayern-Kapitän Paul Breitner (l.) und Eintracht-Kapitän Bernd Hölzenbein im UEFA-Pokal-Halbfinale 1980. Foto: Imago

Wenn Eintracht Frankfurt in dieser Saison auf den FC Bayern München trifft, ist es nach langer Zeit mal wieder ein Topspiel. Dabei gab es eine Zeit, in der die Hessen ein richtiger "Angstgegner" des deutschen Rekordmeisters waren.

64.000 Zuschauer sahen am 13. November 1971 einen 3:2-Heimerfolg von Eintracht Frankfurt gegen den FC Bayern München. Gerd Müller, der Bomber der Nation, drehte das Spiel mit einem Doppelpack zwischenzeitlich, doch die Frankfurter Bernd Hölzenbein und Friedel Lutz stellten den Endstand her. An diesem Wochenende sollte eine unglaublich Serie ihren Anfang finden, eine Reise nach Frankfurt bedeutete von da an für die Münchener eine Reise zum "Angstgegner". 

Duelle als Weichensteller für Titel

Denn die Eintracht verlor in der Folge fast 18 Jahre kein Heimspiel mehr gegen den FC Bayern. 13 Siege und acht Unentschieden verbuchten die Adlerträger in diesem Zeitraum. Darunter legendäre Partien wie das 3:2 im DFB-Pokal-Halbfinale 1974, aber auch das 2:0 (n.V.) im Rückspiel des UEFA-Pokal-Halbfinals 1980. Beide Male gewannen die Frankfurter im Anschluss auch den jeweiligen Wettbewerb. Die Serie fand am 19. August 1989 ein Ende, als Klaus Augenthaler die Münchener in der 1. Runde des DFB-Pokals in Frankfurt mit seinem goldenen Tor zu einem 1:0-Auswärtserfolg schoss.

Zuletzt setzte es eine Klatsche für den FCB

In einem Finale standen sich beide Teams zweimal in der Historie gegenüber, jeweils 2006 und 2018 im Pokalfinale in Berlin. Während der FC Bayern 2006 noch knapp mit 1:0 gewinnen konnte, feierten die Frankfurter 2018 mit einem 3:1-Sieg den größten Erfolg der jüngeren Vereinsgeschichte. Im letzten Heimspiel gegen den deutschen Rekordmeister im November 2019 gab es übrigens ein 5:1 für die Eintracht, im Anschluss musste der damalige Trainer Niko Kovac gehen und der FC Bayern gewann 2020 sechs Titel. Es bleibt abzuwarten, welche Geschichte das Aufeinandertreffen am Samstag (15:30 Uhr) diesmal schreibt.

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Benjamin Heinrich  
20.02.2021

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