Publikum während der Coronakrise

20.000 Eintracht-Fans im Stadion: Ist das realistisch?

Wie viele Eintracht-Fans dürfen ins Stadion?
Wie viele Eintracht-Fans dürfen ins Stadion? Foto: Getty Images

Vorstand Axel Hellmann hofft auf 15.000 bis 24.000 Zuschauer bei Spielen von Eintracht Frankfurt in der kommenden Saison. Ist diese Anzahl an Fans tatsächlich realistisch?

Aus Frankfurt berichtet fussball.news-Reporter Christopher Michel

Natürlich, es war am Samstagnachmittag beim FSV Frankfurt nur ein ganz kleiner Rahmen inmitten der Coronakrise. 95 Zuschauer durften bei einem Testkick gegen Viktoria Aschaffenburg am Bornheimer Hang dabei sein, es war der erste Schritt in Richtung zehnprozentiger Auslastung. In rund einem Monat zum Endspiel des Hessenpokals am 22. August sollen dann 1.300 Fans dabei sein dürfen.

Enormer Zeitaufwand

Zügig zeigte sich: Der Mehraufwand für das Personal steigt deutlich an. Eine Ausweiskontrolle ist angesichts der personalisierten Tickets nötig, die Kontrollen dauern länger, dazu darf nur am Imbissstand gegessen, die Speisen nicht mit in Block genommen werden. Schnell ein Würstchen und Bierchen in der Halbzeitpause? Von wegen! Es muss viel Zeit eingeplant werden.

Eintracht hofft auf rund 20.000 Zuschauer

Die Planer beim FSV entwarfen ein eigenes Konzept, hielten die von der DFL und dem DFB vorgeschlagenen Ideen für kaum umsetzbar. Partien vor 40 bis 50 Prozent der normalen Kapazität? Für die Bornheimer undenkbar. Eintracht Frankfurt hat die Planungen dennoch in diese Richtung vorangetrieben, Axel Hellmann hofft laut kicker auf 15.000 bis 24.000 Zuschauer bei den Partien.

Diese Herausforderungen gilt es zu meistern

Dabei gilt es einige Herausforderungen zu meistern: Wie werden die Anhänger verteilt? Wann müssen sie da sein? Wie kommen sie zum Stadion? Kann mit den öffentlichen Verkehrsmitteln eine brauchbare Regelung getroffen werden, damit es nicht zum Gedränge kommt? Reichen die sanitären Möglichkeiten aus, gibt es genügend Kioske? Regelmäßige Stadionbesucher wissen, was zum Pausenpfiff passiert: Gefühlt strömt die gesamte Arena auf Toiletten oder an die Imbiss- und Getränkestände. Ob der Torjubel überhaupt erlaubt sein wird? Und Fangesänge?

Abstands- und Maskenregeln müssen beachtet werden

Dabei müssten stets die Abstands- und Maskenregeln eingehalten werden, beim FSV durften zuletzt auch Familienmitglieder nicht nebeinander sitzen. Mindestens 1,5 Meter müssen die Menschen voneinander entfernt sein, auf dem Gelände permanent den Mund-Nasen-Schutz tragen. Freilich hat der Bundesligist andere Kapazitäten und Möglichkeiten als der FSV. Doch auch hier sind Grenzen gesetzt, damit sich das Prozedere finanziell auch lohnt.

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Christopher Michel  
27.07.2020