2. Bundesliga

Roundup: Pauli und der KSC gewinnen, Elversberg und Wiesbaden punkten

Der VfL Osnabrück und der Karlsruher SC lieferten sich ein intensives Duell. Foto: Getty Images.
Der VfL Osnabrück und der Karlsruher SC lieferten sich ein intensives Duell. Foto: Getty Images.

Der FC St. Pauli feierte zum Auftakt der 2. Bundesliga einen Auswärtssieg gegen den 1. FC Kaiserslautern (2:1). Während der Karlsruher SC knapp gegen den VfL Osnabrück gewann (3:2), trotzte die SV Elversberg Hannover 96 ebenso einen Punkt ab (2:2) wie Wehen Wiesbaden dem 1. FC Magdeburg (1:1).

Hartel macht den Deckel drauf

Weder der 1. FC Kaiserslautern noch der FC St. Pauli gingen in der Anfangsphase der Partie großes Risiko ein. Beide Mannschaften begannen abwartend. Die erste Großchance hatten die Gäste, nach feiner Kombination scheiterte Marcel Hartel aus knapp 16 Metern an Andreas Luthe (12.). Kaiserslautern machte in erster Linie das Zentrum dicht, um St. Pauli wenige Möglichkeiten zu geben, sich im Spielaufbau zu entfalten. In der 24. Minute wollte Hendrick Zuck erstmals gefährlich werden, jedoch wurden beide Schüsse des Lauterer Außenverteidigers geblockt. Es entwickelte sich kein temporeiches Spiel, da Kaiserslautern im eigenen Ballbesitz wenig gelang und dafür umso stärker die Maßnahmen in Ballbesitzphasen der Gäste griffen. Elias Saad hatte in der 40. Minute noch einmal eine Chance für die Kiezkicker, sein Kopfball segelte am Tor vorbei. Entsprechend verabschiedeten sich beide Mannschaften mit einem 0:0 in die Kabine.

Die zweite Halbzeit begann mit einem Treffer für St. Pauli. Jackson Irvine schickte Saad steil, der Offensivspieler ging mit Leichtigkeit am herauseilenden Luthe vorbei und schob den Ball ins leere Tor (51.). Kaiserslautern intensivierte die Bemühungen im eigenen Ballbesitz, tat sich jedoch schwer, gefährliche Chancen herauszuspielen. Das sollte sich in der 65. Minute ändern, als der eingewechselte Ragnar Ache innerhalb des Strafraums zum Kopfball ansetzen durfte und den Ausgleich erzielte. In der 74. Minute wurde St. Pauli ein Elfmeter zugesprochen, da Hartel von Tobias Raschl gefoult wurde. Hartel trat selbst an und brachte die Gäste in Führung (75.). St. Pauli hatte in den Folgeminuten Oberwasser. Gefährlich wurde es allerdings im eigenen Strafraum, doch Ache scheiterte an Nikola Vasilj (83.). Im Anschluss konzentrierte sich St. Pauli darauf, Kaiserslautern so wenig Raum zur Entfaltung zu geben wie möglich, und brachte den Sieg clever über die Zeit.

96 kontert Elversberg

Die SV Elversberg näherte sich nach sechs Minuten dem Tor von Hannover 96 erstmals gefährlich an, Wahid Faghir wurde jedoch im Strafraum regelkonform am Abschluss gehindert. Während sein Glück Elversberg über Kontersituationen suchte, hatte Derrick Köhn in der 14. Minute den ersten Abschluss für 96 und traf das Außennetz. Auf der anderen Seite prüfte Faghir Ron-Robert Zieler, der Hannoveraner Schlussmann wehrte den Schuss zur Ecke ab (18.). Zieler war auch zur Stelle, als er von Manuel Feil aus der zweiten Reihe geprüft wurde (20.).  Wenige Minuten später klingelte es erstmals im Kasten, Marcel Correia erzielte bei einem Eckball die Führung für den Aufsteiger (23.). Die Saarländer blieben am Drücker, doch Phil Neumann blockte einen Schuss von Maurice Neubauer (28.). Hannover hatte hingegen mit Schwierigkeiten zu kämpfen, wurde im letzten Drittel selten gefährlich und erspielte sich wenige Chancen – stattdessen erhöhte Elversberg in der 38. Minute auf 2:0, als Faghir nach einer Umschaltsequenz von der Strafraumkante abschloss und Zieler den Ball durch seine Hände gleiten ließ. In der 42. Minute erhielt Hannover einen Elfmeter, Cedric Teuchert nahm sich der Sache an und verkürzte auf 1:2. Das war zugleich der Pausenstand.

Unmittelbar nach Wiederbeginn hatte Nicolo Tresoldi die erste Chance für Hannover und scheiterte an Nicolas Kristof (47.). Nachdem Faghir an der Latte scheiterte (52.), erzielten die Niedersachsen den Ausgleich: Jannik Dehm brachte eine flache Hereingabe in den Strafraum, Tresoldi brachte den Ball im Netz unter (53.). Elversberg zeigte sich unbeeindruckt, Jannik Rochelt scheiterte aus kurzer Distanz an Zieler (58.). Auf der gegenüberliegenden Seite stellte Louis Schaub Kristof auf die Probe, der die Oberhand behielt und den Schuss parierte (64.). Faghir probierte es wenig später aus der Distanz, der Ball rauschte knapp am Tor vorbei (67.). Die Partie blieb bis in die Schlussphase offen, beide Mannschaften steckten nicht auf. Fabian Kunze setzte einen Schuss aus 16 Metern knapp über das Tor (84.). Wenig später scheiterte Teuchert knapp mit einem Distanzschuss (87.). Auf einen Lucky Punch warteten die Fans beider Mannschaften vergeblich, entsprechend endete die Partie mit 2:2.

Burnic mit dem späten Siegtreffer

Der Karlsruher SC erlebte beim VfL Osnabrück einen Start nach Maß. Bereits in der zweiten Minute gingen die Badener in Führung, Marvin Wanitzek brachte den Ball nach einem zuvor geblockten Kopfball mit einem satten Volleyschuss im Tor unter (2.). Osnabrück reagierte druckvoll und bemühte sich um den Ausgleich, Patrick Drewes parierte allerdings einen Schuss von Noel Niemann (10.). In der 13. Minute gelang dem Aufsteiger der Ausgleich, nach einer Flanke von der rechten Außenbahn eroberte der VfL den zweiten Ball, Erik Engelhardt donnerte den Ball aus kurzer Distanz an die Unterseite der Latte und von dort aus ins Tor. In der Folge verpassten es beide Mannschaften, sich weitere Chancen herauszuspielen. Robert Tesche hätte eine gefährliche Chance haben können, rutschte jedoch weg und stellte Drewes nicht vor Probleme (28.). Die Hausherren hatten in dieser Phase mehr vom Spiel, das Tor gelang allerdings dem KSC: Nach einem Einwurf von der rechten Seite flog eine Halbfeldflanke in den Strafraum, Wanitzek brachte den Ball per Kopf im Netz unter (35.). Bis zum Halbzeitpfiff ließen sich die Gäste die Führung nicht mehr nehmen.

Osnabrück kam druckvoll aus der Kabine und wollte den erneuten Ausgleich erzielen, aussichtsreiche Chancen erspielte sich die Elf von Tobias Schweinsteiger jedoch nicht. Stattdessen traf Jerome Gondorf lediglich den Pfosten und verpasste es, die Führung auszubauen (54.). Wenig später klärte Engelhardt den Ball auf der Torlinie und verhinderte einen größeren Rückstand (62.). Karlsruhe hatte längst die Oberhand zurück, die Führung beschränkte sich dennoch auf ein einziges Tor. Kwasi Wriedt probierte es für Osnabrück kurzerhand aus spitzem Winkel, mehr als eine Ecke sprang nicht heraus – doch die genügte zum Ausgleich, Tesche köpfte den Ball am zweiten Pfosten ein (71.). Karlsruhe hatte nach Beginn der Schlussviertelstunde das 3:2 auf dem Fuß, doch weder Fabian Schleusener (76., 78.) noch Stindl und Wanitzek (beide 77.) waren erfolgreich. Auch Tim Rossmann scheiterte denkbar knapp (84.). In der 88. Minute brach der Bann doch noch, Dzenis Burnic brachte einen satten Distanzschuss im Tor unter und Karlsruhe erneut in Führung. Zu allem Überfluss flog Bashkim Ajdini in der Nachspielzeit wegen eines Foulspiels an Rossmann vom Platz (90.+5). Der erneute Ausgleich sollte zudem nicht mehr fallen, mit dem Schlusspfiff brachte der KSC den Sieg nach Hause.

Wiesbaden punktet in Unterzahl

In gewohnter Manier begann der 1. FC Magdeburg das Auswärtsspiel bei Wehen Wiesbaden mit einer Mehrzahl an Ballbesitzanteilen und flüssigen Kombinationen durch die eigenen Reihen. Die erste Chance hatten allerdings die Hausherren, John Iredale setzte einen Kopfball auf das Tornetz (8.). In der 23. Minute wurde Magdeburg gefährlich, Jason Ceka traf das Außennetz. Wenige Minuten später war Luca Schuler erfolgreich, der Mittelstürmer schlug im Strafraum einen Haken und brachte einen Linksschuss im langen Eck unter – 1:0 für Magdeburg (29.). Amara Conde hatte das 2:0 auf dem Fuß, ließ die Großchance jedoch im Eins-gegen-eins-Duell mit Wehen-Keeper Florian Stritzel liegen (37.). Marcus Mathisen hatte kurz vor der Halbzeitpause eine Chance für Wiesbaden, sein Kopfball ging am Tor vorbei (43.). Somit blieb es bei der knappen Pausenführung für Magdeburg.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit suchten beide Mannschaften den Weg nach vorne und nahmen sich wenige Verschnaufpausen. Einen Aufreger gab es in der 49. Minute, als Baris Atik im Wiesbadener Strafraum zu Boden ging und für eine Schwalbe mit Gelb verwarnt wurde. Nach 56 Minuten mussten die Hausherren in Unterzahl agieren, Aleksandar Vukotic wurde mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen. Der darauffolgende Freistoß landete in der Mauer (58.). Trotz der Unterzahl erzielte Wehen in der 63. Minute den Ausgleich, Ivan Prtajin brachte eine Freistoßflanke per Kopf im Netz unter. Die Partie gewann zunehmend an Hektik, der Spielfluss ging sukzessive verloren.  In der Schlussphase bemühte sich Wehen darum, den Punkt über die Zeit zu retten, während Magdeburg vergeblich anlief. Die Partie endete schlussendlich mit 1:1.

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Florian Bajus  
29.07.2023