2. Bundesliga

Roundup: HSV gewinnt dank Glatzel, Nullnummer in Regensburg, Paderborn siegt nach Rückstand

Glatzel traf wieder mal für den HSV. Foto: Martin Rose/Getty Images
Glatzel traf wieder mal für den HSV. Foto: Martin Rose/Getty Images

Der HSV hat am dritten Spieltag der 2. Bundesliga einen knappen 1:0-Sieg gegen den 1. FC Heidenheim geholt. Im bayerischen Duell zwischen Jahn Regensburg und dem 1. FC Nürnberg gab es keinen Sieger (0:0). Dafür schlug der SC Paderborn im Parallelspiel Hannover 96 souverän mit 4:2.

Ein starker Glatzel lässt den HSV gegen Heidenheim jubeln

Der HSV wollte nach dem 0:1 gegen Hansa Rostock eine Reaktion zeigen. Die Rothosen hatten am Samstag im Rahmen des dritten Spieltags der 2. Bundesliga den 1. FC Heidenheim zu Gast und wollten dort bereits früh dem Spiel ihren Stempel aufdrücken. Bereits in der 6. Minute feuerte Glatzel einen ersten Warnschuss ab - allerdings zu mittig. Spielerisch wirkten die Hausherren frischer und motivierter. So kam Glatzel in der 18. Minute erneut zum Abschluss. Jedoch köpfte der Stürmer der Rothosen die Kugel diesmal am Tor vorbei. Immer wieder ging es beim HSV über Glatzel. Scheiterte er in der 35. Minute mit einem Schlenzer, war es dann in der 42. Minute endlich so weit: Nach einer Flanke von Muheim stieg Glatzel hoch und köpfte die Kugel zur 1:0-Halbzeitführung ins Tor.

Auch in der zweiten Hälte hatte der HSV etwas mehr vom Spiel. Die Hanseaten kamen motiviert aus der Kabine. Dass sie noch eins drauflegen wollten, war ihnen anzumerken. Allerdings gab der 1. FC Heidenheim nicht klein bei. Die Hamburg erzielten zwar in der 55. Minute das vermeintliche 2:0. Doch Königsdörffers Treffer war eine Abseitsstellung vorangegangen. Nun war es nicht nur Glatzel, der sich vorne zeigte, sondern auch Königsdörffer. In der 67. Minute zog er scharf ab, doch Müller hielt sauber. Die Offensivbemühungen der Gäste hatten die Rothosen unterdessen gut unter Kontrolle - und ließen nichts zu. So blieb es am Ende beim verdienten 1:0 aus Sicht des HSV.

Keine einziges Tor bei Regensburg gegen Nürnberg

Bayerisches Duell in der 2. Bundesliga: Jahn Regensburg, die bisherige Überraschungsmannschaft, hatte den 1. FC Nürnberg zu Gast. Doch die Gäste waren es, die zuerst ein Ausrufezeichen setzten. Nach einer Hereingabe von Wintzheimer Richtung zweiter Pfosten, köpfte Wekesser das Leder aufs Tor (4.) - Stojanovic war aber zur Stelle. Der Club übte im Anschluss weiter Druck aus. Und so kam Daferner in der 12. Minute zu einer Großchance. Hübner legte im Strafraum den Ball rüber zu Daferner, der aus vielversprechender Lage mit voller Wucht daneben knallte. Auf der Gegenseite dauerte es bis zur 26. Minute, ehe Nürnberg mal in Gefahr geriet. Albers tauchte plötzlich vor Mathenia auf. Aus nur fünf Metern beförderte er die Kugel jedoch genau in die Hände des Nürnberger Keepers. Zum Pausenpfiff stand es in Regensburg folgerichtig 0:0.

Und auch nach dem Seitenwechsel ging es ohne großes Offensivspektakel weiter. Der 1. FC Nürnberg zeigte das ein ums andere Mal vielversprechende Konteransätze, spielte diese aber schlampig zu Ende und kam somit nicht gefährlich vors Tor der Regensburger. Aber auch von den Hausherren kam nach vorne zu wenig. Die Hoffnung des Jahn: In der 61. Minute schoss Shipnoski aus kürzester Distanz an die angelegte Hand von Hübner. Nach dem Checken der Bilder war aber klar: Einen Elfmeter gibt es nicht. Die Gastgeber drückten nun weiter, doch weiterhin ließ eine gefährliche Offensivaktion in der zweiten Hälfte auf sich warten. Weil auch die Nürnberger im Angriff nicht mehr auf sich aufmerksam zu machen wussten, stand nach 90 Minuten ein torloses Remis auf der Anzeigetafel.

Zur Halbzeit noch in Rückstand: Paderborn dreht Spiel gegen Hannover

Eine turbluente erste Hälfte gab es dafür in Paderborn. Der SCP empfing Hannover 96 - und geriet bereits in der 12. Minute in Rückstand. Besuschkow steckte für Nielsen durch und weil van der Werff im Lauf mit Torhüter Huth zusammenstieß, war das Tor plötzlich leer und Nielsen konnte ungestört einschieben. Kurios ging es weiter. Nach einer Freistoßflanke von Muslija flog die Kugel erst über Schallenberg hinweg, ehe sie Krajnc Brust traf und von dort hinter die Linie geriet (28.). Nach dem Ausgleich ging Hannover 96 in der 37. Minute aber wieder in Front. Köhn zog ab und traf die Latte. Von dort prallte der Ball zurück: Teuchert köpfte zum 2:1 ein. Damit ging es in die Pause.

Doch dann wendete sich das Blatt. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff spielte sich der SC Paderborn vors 96-Gehäuse. Muslija steckte für Pieringer durch, der Zieler umkurvte und in der 52. Minute mit dem 2:2 den erneuten Ausgleich herstellte. Die Paderborner waren nun gefährlicher als die Hannoveraner. Conteh traf in der 55. Minute zum vermeintlichen 3:2, doch zählte der Treffer aufgrund eines zu harten Einsteigens Contehs gegen Muroya nicht. Dies hielt die Hausherren jedoch nicht davon ab, ihre Bemühung fortzusetzen. Wieder ging es beim SCP über Muslija, der es in der 60. Minute selbst probierte. Den Abschluss ließ Zieler unsauber nach vorne abprallen und öffnete Schallenberg damit erfolgreich die Tür zum 3:2-Führungstor. Die Paderborner traten im zweiten Durchgang dominanter auf und verschafften sich völlig zu Recht Oberwasser. 96 hatte dem nichts mehr entgegenzusetzen, wodurch Conteh in der 89. Minute noch mal eine ordentliche Flanke brachte, die Platte mit seinem rechten Fuß zum 4:2-Endstand veredelte.

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Adrian Kuehnel  
06.08.2022