Wölfe und SGE brechen ein

19 Punkte plus: Keiner legte zu wie der 1.FC Köln

Köln ist aus der Relegation bis nach Europa vorgedrungen. Foto: Getty Images
Köln ist aus der Relegation bis nach Europa vorgedrungen. Foto: Getty Images

Die Bundesliga ist am Samstag mit einem stellenweise dramatischen 34. Spieltag zuende gegangen. Der 1.FC Köln wohnte dabei einem Happyend bei, weil sich der VfB Stuttgart auf dem letzten Drücker rettete. Der FC blieb auf Rang sieben, der aber keineswegs eine Enttäuschung darstellt.

Auch wenn für die Geißböcke im Saisonfinale zeitweise sogar die Champions League in Reichweite schien, darf man im Rheinland mit der Teilnahme an den Playoffs zur Europa Conference League absolut zufrieden sein. Denn niemand hat vergessen, dass die Domstädter vor knapp einem Jahr mit einem Bein in der 2. Liga standen. Friedhelm Funkel hatte das Team in die Relegationsspiele geführt, zuhause setzt es eine 0:1-Niederlage gegen Holstein Kiel. Das Rückspiel wurde mit einem 5:1-Sieg an der Förde zum Triumph, dann übernahm Steffen Baumgart und schrieb eine Erfolgsgeschichte, die sich selbst der euphorischste FC-Fan kaum erträumt haben dürfte.

Aus der Relegation nach Europa

Aus der Relegation nach Europa, dieses Motto wurde von der stillen Hoffnung mit Fortschreiten der Saison immer mehr zur Realität. Kein Wunder, dass der FC auch den Tabellen-Vergleich der nun beendeten Saison mit der vergangenen Spielzeit anführt. Baumgart und Co. holten ein Plus von atemberaubenden 19 Punkten. Das sind alleine sieben Zähler mehr, als der nächstbeste Klub im Vergleich zur Vorsaison gutgemacht hat, der Lokalrivale Bayer Leverkusen. Neben den beiden Vereinen hat nur der SC Freiburg (+10) insgesamt mehr als sieben Punkte mehr geholt als in der Spielzeit 2020/21. Die Hälfte der 16 Bundesligisten, die in beiden Saisons erstklassig waren, hat ein Punkte-Plus verzeichnet.

Diese Klubs holten '21/22 mehr Zähler als in der Vorsaison

1. 1.FC Köln +19 Punkte

2. Bayer Leverkusen +12 Punkte

3. SC Freiburg +10 Punkte

4. Union Berlin +7 Punkte

= 4. FSV Mainz 05 +7 Punkte

6.Borussia Dortmund +5 Punkte

7. TSG Hoffenheim +3 Punkte

8. FC Augsburg +2 Punkte

Bayern, Leipzig und Stuttgart können Minus verkraften

Dem gegenüber stehen folglich auch acht Teams, die schwächer abgeschnitten haben als in der Vorsaison. Der FC Bayern kann das Minus von einem Punkt als neuerlicher deutscher Meister verschmerzen, Hertha BSC kommt der Fehlbetrag von zwei Zählern hingegen teuer zu stehen. Die Alte Dame muss in der Relegation nachsitzen und trauert drei vergebenen 'Matchbällen' hinterher. Für den VfB Stuttgart ist es trotz 12 Punkten minus noch einmal gut gegangen, ebenso im Fall von RB Leipzig, das mit sieben Zählern weniger immer noch in die Champions League einzog. Die größten Einbrüche haben derweil Eintracht Frankfurt und der VfL Wolfsburg zu verzeichnen. Die Hessen können damit gut leben, weil sie im Finale um die Europa League stehen. Ohne die Abenteuer im internationalen Wettbewerb hätte das Team von Oliver Glasner vermutlich auch mehr Punkte geholt, gerade in einer eher schwachen Bundesliga-Rückrunde. Sein Ex-Klub Wolfsburg hat mit 19 Zählern weniger den größten Absturz erlebt, ist aus der Champions League ins Niemandsland der Bundesliga gefallen. 

Diese Klubs holten '21/22 weniger Zähler als in der Vorsaison

9. FC Bayern -1 Punkt

10. Hertha BSC -2 Punkte

11. Borussia Mönchengladbach -4 Punkte

12. Arminia Bielefeld -7 Punkte

= 12. RB Leipzig -7 Punkte

14. VfB Stuttgart -12 Punkte

15. Eintracht Frankfurt -18 Punkte

16. VfL Wolfsburg -19 Punkte

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Lars Pollmann  
15.05.2022