Kuriose Ansetzung

16.000 Kilometer Anreise zum Spiel? In Frankreich normal!

In der Vorsaison gewann Nantes die Coupe de France. Foto: SEBASTIEN SALOM-GOMIS/AFP via Getty Images
In der Vorsaison gewann Nantes die Coupe de France. Foto: SEBASTIEN SALOM-GOMIS/AFP via Getty Images

Im französischen Pokal Coupe de France sind weite Auswärtsreisen keine Seltenheit. Während Teams der Ligue 1 Reisen um den halben Globus meist erspart bleiben, sammeln dafür in der Regel unterklassige Vereine einige Flugmeilen.

Am vergangenen Wochenende kam es im Coupe de France zu kuriosen Ansetzungen. Der Viertligist ASM Belfort musste nach Tahiti reisen, um dort gegen den Siebtligisten AS Venus anzutreten. Und daneben ging es für Hienghene aus Neukaledonien aufs Festland, um gegen den Viertligisten Saint-Quentin zu spielen. Beide Duelle umfassen sage und schreibe rund 32.000 Kilometer für Hin- und Rückreise des Auswärtsteams. Einfach entspricht dies circa 16.000 Kilometern, wobei alleine Hienghenes Reise etwa 53 Flugstunden umfasst.

Top-Teams aus der Ligue 1 steigen erst später ein

Und wer den Spaß zahlt? Weil die unterklassigen Mannschaften in der Regel nicht im Geld schwimmen, ist davon auszugehen, dass der französische Fußballverband einen Beitrag zu den Reisekosten leisten wird respektive diese stemmt. Die Klubs aus der Ligue 1 haben sich für gewöhnlich damit nicht auseinanderzusetzen. Diese steigen nämlich erst später in den Wettbewerb ein, wobei die Teams außerhalb des Festlands zu diesem Zeitpunkt meist schon ausgeschieden sind.

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Adrian Kuehnel  
31.10.2022